POLITIK
26/10/2015 22:58 CET | Aktualisiert 27/10/2015 06:20 CET

Mehr als 10.000 Pegida-Demonstranten in Dresden - Gewalt in Leipzig

AP
Zwischen 10.000 und 12.000 Pegida-Demonstranten fanden sich in Dresden ein

Sachsen bleibt in den Schlagzeilen. Am Montagabend versammelten sich in Dresden, Leipzig und Chemnitz erneut Tausende Menschen auf Kundgebungen der islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung, um gegen Flüchtlinge und die deutsche Asylpolitik zu protestieren.

Allein in Dresden trafen sich zwischen 10.000 und 12.000 Anhänger von Pegida. Das gab die Studentengruppe "Durchgezählt" bekannt. Es waren somit einige Tausend weniger als vor einer Woche beim ersten Jahrestag der Bewegung. Bis zu 1300 Gegendemonstranten fanden sich ein. Nach Angaben der Polizei blieb es ruhig. In Chemnitz versammelten sich wenige Hundert Anhänger des Pegida-Ablegers Cegida und etwa 120 Gegendemonstranten friedlich.

Zu Gewalt kam es hingegen in Leipzig. Am Rande der Legida-Kundgebung wurden vier Demonstranten von Vermummten angegriffen, zwei Personen aus dem Legida-Lager erlitten Verletzungen.

Wie angespannt die Lage im Freistaat ist, zeigte am Sonntagabend in Freiberg: Mit einem Großeinsatz mussten rund 200 Polizisten die Ankunft eines Sonderzugs aus Passau mit mehr als 700 Flüchtlingen absichern.

In Freiberg sollten die Migranten in Busse umsteigen. Die Fahrzeuge sollten sie zu Unterkünften nach Dresden und Leipzig bringen. Etwa 400 Demonstranten versuchten unter anderem mit Sitzblockaden, dies zu verhindern - darunter laut Polizei auch Rechtsorientierte. Drei Polizisten wurden bei den Krawallen leicht verletzt, die Behörden sprachen am Montag von "beispiellosen Auseinandersetzungen".

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