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26/10/2015 12:31 CET | Aktualisiert 26/10/2016 07:12 CEST

"Das Joshua-Profil" & Co.: Spannende Lektüre für gemütliche Herbstabende

Das Schmuddelwetter im Herbst lädt dazu ein, mit einem Buch gemütliche Abende zu Hause zu verbringen. Wer Spannendes lesen will, hat sich vermutlich den heutigen Montag schon vorgemerkt. Deutschlands Thriller-König Sebastian Fitzek bringt sein neues Werk heraus. Und dafür hatte er sich schon im Vorfeld etwas Besonderes einfallen lassen...

"Das Joshua-Profil"

In Sebastian Fitzeks neuem Buch "Das Joshua-Profil" (Bastei Lübbe, 432 Seiten, 19,99 Euro) spielt der Autor Max Rhode die Hauptrolle - von dem ist mit "Die Blutschule" gerade tatsächlich ein Buch erschienen. Fitzek hat in seinem Namen als kleinen Appetitanreger dieses Werk über eine Anstalt geschrieben, in der grausamste Dinge auf dem Lehrplan stehen. Auszüge aus "Die Blutschule" gibt es dann auch in "Das Joshua-Profil", in dem der Autor jetzt seinen ganz eigenen Albtraum erlebt. Max ist zwar nicht gerade erfolgreich in seinem Job, zuschulden kommen lassen hat sich der Vater einer zehnjährigen Pflegetochter in seinem Leben bisher aber nichts. Bis er eines Tages einen mysteriösen Anruf erhält und ihm ein im Sterben liegender Mann rät, zu fliehen, solange er noch kann. Denn Max wird in wenigen Tagen ein schweres Verbrechen begehen - nur dass er davon noch nichts weiß. Wer sich auf die Handlung einlässt, wird sicher nicht enttäuscht. Für Hochspannung sorgt Sebastian Fitzek nämlich auch in diesem Buch.

"Mädchen für alles"

Spannung ist nicht gerade das, was Charlotte Roche den Lesern mit "Mädchen für alles" (Piper, 240 Seiten, 14,99 Euro) bietet: Christine ist in Elternzeit, sitzt in ihrem edel eingerichteten Haus - und weiß nichts mit sich anzufangen. Ihr Kind scheint ihr egal zu sein, an ihrem Mann interessiert sie vor allem, ob er in Wahrheit schwul ist und mit sozialen Kontakten hat sie es auch nicht so... Was sie interessiert ist Schlafen, Alkohol, Fernsehserien, Kokain - und das neue Hausmädchen Marie, mit dem sie Sex haben will. Nebenbei malt sich Christine noch aus, wie man am grausamsten die eigenen Eltern umbringen könnte... Dass es zudem ausführliche Schilderungen von Duschszenen, Selbstbefriedigung und lesbischem Sex gibt, verwundert bei Roche nicht. Das eigentliche Thema kommt dabei wohl etwas zu kurz. Diskussionen kann dieses Buch aber sicher anregen - zumindest beim nächsten Kaffeeklatsch unter Müttern.

"Ein ganz neues Leben"

Gesprächsthema unter Frauen sind auch die Bücher von Jojo Moyes - die britische Autorin schafft es aber ganz ohne Provokation bis nach ganz oben in die Bestsellerlisten - und das inzwischen mit viel Routine. Gerade feiert sie mit "Ein ganz neues Leben"(Wunderlich, 528 Seiten, 19,95 Euro) wieder einen großen Erfolg. Die Fortsetzung von "Ein ganzes halbes Jahr" beginnt 18 Monate nach den Ereignissen des Weltbestsellers. Lou Clark arbeitet in einer Flughafen-Bar und lebt in einem einsamen Apartment. Sie ist sich klar darüber, dass sich irgendwas ändern muss. Und das tut es auch, als es eines Tages an der Tür klingelt... Eine bewegende Geschichte über den schwierigen Alltag einer gebrochenen Frau, warmherzig, traurig und lustig zugleich.

"Einen Scheiß muss ich"

Mit "Einen Scheiß muss ich" (Fischer, 320 Seiten, 16,99 Euro) hat Tommy Jaud ("Vollidiot", "Hummeldumm") eine Ratgeber-Parodie kalifornischer Prägung erfunden: Müssen wir wirklich abnehmen, aufräumen, im Job glänzen, zu allem eine Meinung haben und rausgehen, wenn die Sonne scheint? "Nein!", sagt US-Bestseller-Autor Sean Brummel (alias Jaud) in dem Buch. "Einen Scheiß muss ich" ist sein Lebensmotto. Wie man das erfolgreich umsetzt, erklärt er für die Lebensbereiche Gesundheit, Ernährung, Erfolg, Freizeit, Gesellschaft und Sinn des Lebens. Ein Buch, mit dem man sich gut amüsieren kann - und das dem Leser vielleicht mehr bringt als mancher "echte" Ratgeber.