POLITIK
25/10/2015 06:40 CET

Orbán bezeichnet Flüchtlingsstrom als "Einmarsch der Invasionsarmee"

dpa

Ungarn hat mit blockierten Grenzen den Flüchtlingsansturm in die Nachbarländer Kroatien und Slowenien verlagert. Davon hat der nationalkonservative Ministerpräsident Viktor Orbán innenpolitisch profitiert. Sogar bisher strenge Kritiker spenden ihm Beifall.

Jetzt hat Orbán wieder einmal mit einer krassen Aussage für Aufregung gesorgt - und den Westen provoziert. Bei einem Kongress der Europäischen Volkspartei (EVP) in Madrid erklärte er, dass es sich bei dem Flüchtlingszustrom nach Europa um den "Einmarsch einer Invasionsarmee" handle und nicht um Kriegsflüchtlinge. Das berichtet das österreichische Nachrichtenportal "krone.at".

Und die Tiraden des ungarischen Ministerpräsidenten gingen offenbar noch weiter. Orban habe auf der Veranstaltung, die bereits am Donnerstag stattfand, zudem gefordert, das "Erbe Europas" gegenüber einer "vorwiegend männlichen Migrationsbewegung zu verteidigen".

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich zuvor für eine gerechte Lastenverteilung unter den EU-Partnern ausgesprochen. "Wir müssen die Lasten fair untereinander teilen", sagte sie. "Die Herausforderung werden wir solidarisch meistern."

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