POLITIK
25/10/2015 10:42 CET

Köln im Ausnahmezustand: Erste Krawalle bei "Hogesa"-Demo

dpa

In Köln versucht die Polizei mit einem Großaufgebot, Ausschreitungen bei einer Kundgebung von Hooligans zu verhindern. Anhänger der Gruppierung "Hooligans gegen Salafisten" ("Hogesa") konnten am Sonntag den Kundgebungsplatz vor der Kölner Messe nur nach eingehenden Kontrollen durch Polizisten betreten. In Zelten durchsuchen die Beamten die Demonstranten nach Waffen, Feuerwerkskörpern und Alkohol.

Bei Twitter kursieren bereits mehrere Videos, die zeigen, dass die Lage zu eskalieren droht:

Die Messe Köln deckte derweil am Sonntag ihren Schriftzug am Gebäude ab, um nicht mit "Hogesa" in Verbindung gebracht zu werden:

Auf dem nahe gelegenen Bahnhof Köln-Deutz versuchen Gegendemonstranten die Ankunft weiterer "Hogesa"-Teilnehmer zu blockieren. Aus der Kölner Innenstadt zogen nach Polizeiangaben rund 4500 Teilnehmer einer Gegendemonstration über den Rhein in den Stadtteil Deutz.

Nach Informationen der "Kölnischen Rundschau" kam es am Technischen Rathaus zu einer heftigen Schlägerei zwischen Hooligans und linken Gegen-Demonstranten. Inzwischen habe sich die Situation wieder beruhigt, berichtet das Blatt.

Neben der Hooligan-Kundgebung wird es eine Vielzahl von Gegendemos und Veranstaltungen geben. Die Polizei rechnet insgesamt mit bis zu 23.000 Teilnehmern. Auch der Kölner Pegida-Ableger Kögida hat eine Kundgebung für den Nachmittag angemeldet.

Vor einem Jahr hatte es bei der ersten "Hogesa"-Demonstration schwere Krawalle gegeben, bei denen rund 50 Polizisten verletzt wurden.

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