POLITIK
25/10/2015 08:17 CET | Aktualisiert 26/10/2015 04:57 CET

"Bei der nächsten Million wird es schwierig": Peter Maffay warnt vor Flüchtlings-Chaos

dpa

Peter Maffay (66) fordert eine Obergrenze für Flüchtlinge. "Die Kanadier und die Amerikaner machen das seit Jahrzehnten so. Mit Einwanderungsquoten", sagte der Rockmusiker der "Bild am Sonntag".

"Wir können eine Million Menschen aufnehmen. Aber bei der nächsten Million wird es richtig schwierig. Das Gebot des Augenblicks lautet: Wir müssen mit der Realität ehrlich umgehen. Wir müssen die Leistungsgrenze unserer Hilfe festlegen." Maffay betonte: "Das Gefährlichste, was uns passieren kann, ist, dass wir nicht mehr helfen können."

Bei ihm weckten die Bilder der Flüchtlingskrise Erinnerungen. Denn Maffay reiste im Alter von 13 Jahren von Rumänien nach Deutschland ein. "Ich kenne die Angst, in ein fremdes Land zu kommen, die Sprache nicht zu können", sagte Maffay. "Was ich nicht kenne: die Angst, auf einen rostigen, zum Sinken verurteilten Kahn zu steigen."

Die wichtigste Voraussetzung für die Integration laut Maffay: Der Erwerb der neuen Sprache und Respekt vor den Werten der neuen Heimat. "Alle, die hier Asyl suchen, sollten das Grundgesetz vorgelegt bekommen und mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass sie es auch gelesen haben. Was wir nicht verkraften werden, sind Parallelgesellschaften."

Maffay hatte schon zuvor Flagge gezeigt: Im Interview mit der Huffington Post sagte er, dass er Verständnis für Til Schweigers Einsatz für Flüchtlinge habe. „Es wäre fatal, die demokratischen Errungenschaften, die wir uns nach dem Krieg aufgebaut haben, wieder aufzugeben und die Geschichte wiederholen zu lassen. Insofern verstehe ich die Emotionalität von Til“, sagte der Sänger der Huffington Post.

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