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24/10/2015 12:21 CEST | Aktualisiert 24/10/2015 12:27 CEST

Ein kleiner Fehler tötet 10.000 Menschen. Bei Minute 2:20 wird es brutal

Es gibt eine Gefahr, die Tausende Menschen im Jahr tötet. Alleine in den USA hat sie 2012 mehr als 10.000 Leben gekostet. Es ist keine tödliche Krankheit, es ist kein Gift, es sind keine Waffen im Spiel.

Diese Todesursache lässt sich ganz einfach vermeiden. Eigentlich müsste kein einziger Mensch deswegen sterben. Und das macht es umso tragischer.

Es würde reichen, wenn sich einige Menschen anders entscheiden. Wenn sie einen Moment länger nachdenken würden. Eine einzige Entscheidung genügt: Diese Menschen müssten sich einfach nur dazu entscheiden, das Auto stehen zu lassen, wenn sie Alkohol getrunken haben.

Seit 1989 warnt die Transport Accident Commission mit brutalen Spots davor, betrunken Auto zu fahren. Alle diese Videos haben sie nun zu einem Clip zusammengeschnitten. Und der hat es in sich. Ab Minute 2:20 wird er so grausam, dass man es kaum ertragen kann.

Doch es ist wichtig trotzdem hinzusehen. Denn die blutigen Bilder hat sich kein Drehbuchautor eines Horrorfilms ausgedacht. Sie zeigen, was täglich auf den Straßen passiert, wenn sich Betrunkene ans Steuer setzen und tödliche Unfälle verursachen.

In Deutschland liegt der erlaubte Alkohol-Grenzwert für Autofahrer bei 0,5 Promille. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Strafe von 500 Euro, vier Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen. Diese Strafe erscheint lächerlich gering, wenn man bedenkt, dass die Fahrer sich und andere in Lebensgefahr bringen.

Vergangene Woche ging die erschütternde Geschichte einer Familie aus Ontario, Kanada, durch die Medien. Sie luden ein Video bei Facebook hoch, das ihre Kinder Daniel, Harry und Milly zeigt. Die Kleinen studieren in dem Video einen Tanz für den 10. Hochzeitstag ihrer Eltern ein. Als ihre Mutter es bei Facebook hochlädt, leben die Kinder nicht mehr. Alle drei sind bei einem Autounfall gestorben, der von einem betrunkenen Fahrer verursacht wurde.

Die Mutter schrieb: "Ed und ich verbrachten unseren 10. Hochzeitstag, indem wir auf die Särge starrten, die unsere zerbrochenen, gestohlenen Träume beinhalteten." Das Video wurde über 10.000 Mal geteilt und einige Menschen, die die Familie unterstützen wollen, riefen eine Petition ins Leben, die von der kanadischen Regierung härtere Strafen für betrunkene Autofahrer fordert.