POLITIK
23/10/2015 11:51 CEST

WM-Skandal: Ex-DFB-Chef Zwanziger sagt, "Niersbach lügt"

Theo Zwanziger (l) und Wolfgang Niersbach
dpa
Theo Zwanziger (l) und Wolfgang Niersbach

Die Luft wird für DFB-Boss Wolfgang Niersbach wird zunehmend dünner: Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger bestätigt laut einem Bericht des "Spiegel" die Existenz einer schwarzen Kasse rund um die deutsche Bewerbung für die WM 2006. Er erhebt zudem schwere Vorwürfe gegen seinen Nachfolger Niersbach.

"Es ist eindeutig, dass es eine schwarze Kasse in der deutschen WM-Bewerbung gab", sagte Zwanziger dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Es sei ebenso klar, dass der heutige DFB-Präsident davon nicht erst seit ein paar Wochen wisse, wie er behauptet, sondern schon seit mindestens 2005. Niersbach lüge schlicht. Niersbach hatte am Donnerstag während einer Pressekonferenz erneut beteuert, es habe im Zuge der WM-Vergabe "weder Stimmenkauf noch eine schwarze Kasse" gegeben.

Zwanziger nannte zudem den zwielichtigen katarischen Ex-Fifa-Funktionär Mohamed Bin Hammam als Empfänger der ominösen Zahlung in Höhe von 6,7 Millionen Euro des früheren Adidas-Chefs Robert Louis-Dreyfus im Jahr 2002 - was eine Verbindung zu den asiatischen WM-Stimmen für 2006 herstellen könnte.

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