POLITIK
23/10/2015 17:30 CEST | Aktualisiert 23/10/2015 17:30 CEST

Bürgerrechtler schreiben Merkel: "Das Land, von dem wir geträumt haben"

Getty

Merkels Kurs in der Flüchtlingspolitik ist umstritten. Die einen feiern sie für ihren Kurs, andere äußern Bedenken an ihrer Politik der offenen Grenzen. In einem offenen Brief sprechen 40 ehemalige DDR-Bürgerrechtler der Kanzlerin jetzt ein großes Lob aus.

Darin heißt es: 70 Jahre nach dem Holocaust öffne Deutschland seine Grenzen und rette Menschen aus Not und Tod. "Das ist das Land, in dem wir leben wollen, von dem wir geträumt haben", schrieben Ex-DDR-Oppositionelle.

Weiter schreiben sie: Es sei erst 25 Jahre her, dass die DDR-Bürger selbst hinter Zäunen, Stacheldraht und Mauern eingesperrt gewesen seien. "Wir wollen keine Zäune errichten, die wir für uns selbst vor mehr als 25 Jahren niedergerissen haben", betonten die Unterzeichner mit Blick auf die Diskussion um das Schließen der Grenzen und Transitzonen. Die noch ungelösten Probleme bei der Integration der Flüchtlinge dürften "kein Grund für Abgrenzung werden".

Zu den Unterzeichnern gehören: Werner Schulz (Berlin) und Ulrike Poppe (Potsdam) oder Heiko Lietz (Güstrow), Lothar Rochau (Halle), Erhart Neubert (Limlingerode) und Christoph Wonneberger (Leipzig). Vor drei Wochen hatten 34 CDU-Funktionäre Merkels Politik der offenen Grenzen als nicht im Einklang mit deutschem Recht und dem CDU-Programm kritisiert.

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite

Flüchtlingskrise: CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer: "Sofort Obergrenzen für Flüchtlinge"