POLITIK
22/10/2015 10:32 CEST | Aktualisiert 22/10/2015 12:54 CEST

Unbekannte errichten Galgen nahe Flüchtlingsunterkunft in Sachsen-Anhalt

Unbekannte errichten Galgen nahe Flüchtlingsunterkunft
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Unbekannte errichten Galgen nahe Flüchtlingsunterkunft

Erst der für Angela Merkel und Sigmar Gabriel bestimmte Galgen bei der Pegida-Demo in Dresden, jetzt das: In Möckern in Sachsen-Anhalt haben Unbekannte einen weiteren Galgen errichtet - nahe einer Asylbewerberunterkunft.

Die Botschaft ist unmissverständlich. Die Polizei geht von einem politischen Motiv aus, wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte. Der Staatsschutz ermittelt wegen einer Androhung von Straftaten und prüft auch den Vorwurf der Volksverhetzung.

Der Galgen war drei Meter hoch, aus Holz gebaut und mit einem Strick versehen. Bereits am Sonntag hatte ihn ein Zeuge entdeckt. Die Polizei stellte das Holzgerüst sicher. Der Galgen befand sich knapp 300 Meter entfernt von der Unterkunft für Flüchtlinge in Altengrabow, die rund 400 Menschen Platz bietet.

Der Vorfall löste große Empörung aus. "Ich verurteile Aktionen wie diese aufs Schärfste", sagte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) am Mittwoch. "Aus meiner Sicht ist das ein Kennzeichen einer verschärften Tonlage", sagte der Rechtsextremismus-Experte des Vereins Miteinander, David Begrich.

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