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22/10/2015 09:08 CEST | Aktualisiert 22/10/2015 09:36 CEST

DFB-Präsident Niersbach: "Es hat keine schwarzen Kassen gegeben."

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Wolfgang Niersbach bei einer Veranstaltung Anfang Oktober

Der Präsident des Deutschen Fußballbunds (DFB), Wolfgang Niersbach, hat abgestritten, dass der Verband über ein Sondervermögen zur Bestechung von Sportfunktionären verfügt hat. "Es hat keine schwarzen Kassen gegeben", sagte Niersbach auf einer Pressekonferenz. Demnach kaufte der DFB nicht die Stimmen einzelner Beteiligter, um den Zuschlag für die Fußball-Weltmeisterschaft von 2006 zu bekommen.

DFB-Präsident: Zahlung floss zwei Jahre nach der Vergabe

Der "Spiegel" hatte in der vergangenen Woche berichtet, der damalige Adidas-Chef Louis Dreyfus habe einen Kredit von zehn Millionen Schweizer Franken an den DFB gezahlt. Niersbach sagte, das Geld sei direkt an die Finanzkommission des Weltfußballverbands Fifa geflossen, als Gegenleistung für einen Zuschuss von 250 Millionen Euro. Dies sei im Jahr 2002 geschehen - zwei Jahre nach der Vergabe der Weltmeisterschaft nach Deutschland.

Ursprünglich habe Franz Beckenbauer die Summe aus seinem Privatvermögen zahlen sollen. Dem Bericht zufolge hatte Beckenbauer einen Schuldschein für Dreyfus unterschrieben. Niersbach sagte jedoch, das Geld sei direkt von Dreyfus an die Fifa geflossen.

Externe Prüfer sollen Affäre aufklären

"Das Sommermärchen war ein Sommermärchen und es bleibt ein Sommermärchen", sagte Niersbach. Es gebe indes noch kleinere Unklarheiten. Allerdings tauchte die Summe - umgerechnet 6,7 Millionen Euro - in allen Finanzabschlüssen auf. Es sei eine Rechnungsprüfungsgesellschaft eingeschaltet, die den Fall DFB-intern aufklären solle.

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