NACHRICHTEN
22/10/2015 13:02 CEST | Aktualisiert 22/10/2015 14:03 CEST

WM-Vergabe: Fifa stellt Niersbachs Version zur Millionen-Zahlung infrage

Getty

Der derzeit gesperrte FIFA-Präsident Joseph Blatter hat die Darstellung des Deutschen Fußball-Bundes zur ominösen Zahlung von 6,7 Millionen Euro vor der WM 2006 zurückgewiesen. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte am Donnerstag berichtet, dass es ein Treffen Blatters mit dem Chef des Organisationskomitees Franz Beckenbauer Anfang 2002 in Zürich gegeben hatte.

Dabei soll es zu einer Einigung über die Überweisung an die FIFA gekommen sein. "Ich bin mit diesem Vorgang nicht vertraut", ließ Blatter über einen Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilen.

Zuvor hatte Niersbach auf einer Pressekonferenz erklärt, mit dem Geld habe der DFB sich einen Zuschuss in Höhe von 250 Millionen Schweizer Franken für die Organisation der Weltmeisterschaft 2006 gesichert. Laut Niersbach seien die 6,7 Millionen Euro im Jahr 2002 zunächst vom damaligen Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus an die FIFA-Finanzkommission gezahlt worden.

Nachdem Louis-Dreyfus das Geld zurückgefordert habe, habe der DFB die Summe ein Jahr vor der WM an die FIFA zur Rücküberweisung an den Franzosen transferiert. Diese Version hatte Beckenbauer laut Niersbach dem DFB-Chef bei einem Treffen am Dienstag erzählt.

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite