WIRTSCHAFT
21/10/2015 11:31 CEST

Über diese Zahlen schweigt die Bild

Die "Bild" ist der Zampano der deutschen Zeitungslandschaft. Mit dicker Hose und Hipster-Bart sehen sich die Zeitungs-, Verzeihung, Meinungsmacher aus Berlin als die Gang, die die Saloon-Tür immer am Beeindruckendsten aufwirft. "Das bringt nur BILD!" - der Rest sind Turnbeutelvergesser. Windelwechsler und Frauennamenannehmer.

Wer ein solches Image pflegt, der darf sich natürlich keine Schwäche erlauben. Denn Schwäche "wirkt" nicht. Schwäche ist weiblich, Schwäche ist der Grund, warum Männer Frauen Hosenanzüge tragen lassen und Elternzeit nehmen. Schwäche ist einfach nicht "Bild".

Doch die neuesten Zahlen der IVW legen einen anderen Eindruck nahe. Um stattliche 9,8 Prozent hat die Zeitung seit letztem Jahr an Auflage verloren - nur noch 2,09 Millionen Exemplare konnten verkauft werden. Und diese Entwicklung ist nicht neu. Seit 1998 geht es mit der Auflage stetig bergab:

Derzeit hat die "Bild"-Zeitung sogar die schlechteste Auflage seit den 60er Jahren. Das hat ein Leser des "BILDblog" recherchiert. Die IVW-Zahlen liegen nur für die Jahre ab 1998 vor.

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