POLITIK
21/10/2015 03:26 CEST

"Tabubruch": Lucke geht auf Pegida und die AfD los

Getty
Alfa-Chef Bernd Lucke

Lucke ist enttäuscht von seiner einstigen Partei. Der ehemalige AfD- und heutige Alfa-Chef hat der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung vorgeworfen, bewusst den Tabubruch zu suchen. Er würde nie an einer Pegida-Demonstration teilnehmen, sagte er der "Frankfurter Neuen Presse".

Gleichzeitig äußerte er aber Verständnis für einen Teil der Demonstranten. Bei einem Aufzug der Pegida-Bewegung am Montag in Dresden hatte der Redner Akif Pirinçci in einer mit Diffamierungen und Beleidigungen von Muslimen gespickten Rede gesagt: "Es gäbe natürlich andere Alternativen, aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb."

Desillusioniert ist er über die AfD. Seine einstige Partei sei auf strammem Rechtskurs, sagte Lucke der Zeitung. Verantwortlich dafür sei Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke, der den Schulterschluss mit Pegida suche. Nach einem Bruch mit dem nationalistischen Flügel der Partei hatte Lucke seinen Austritt aus der AfD erklärt und im Juli zusammen mit anderen die Partei Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa) gegründet.

Ausfälle von Akif Pirinçci: "KZs leider außer Betrieb": Diese Hetz-Rede wurde sogar den Pegida-Anhängern zu viel

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite