POLITIK
21/10/2015 13:42 CEST | Aktualisiert 21/10/2015 14:52 CEST

Bahnchaos: Fahrgastverband warnt vor Überlastung wegen Flüchtlingen

Getty

Über 800.000 Flüchtlinge sollen dieses Jahr nach Deutschland kommen. Viele von ihnen dürften sich auf absehbare Zeit kein Auto leisten können – und sind so auf Busse und Bahn angewiesen. Der Fahrgastverband Pro Bahn warnt nun vor einer möglichen Überlastung des öffentlichen Nahverkehrs.

„Das Angebot muss natürlich ausgebaut werden, damit es nicht zu Engpässen kommt“, sagt stellvertretende Bundessprecher Ingo Franßen im Gespräch mit der "Huffington Post". Der Bund müsse seine Mittel wegen des Andrangs für Flüchtlinge „um mehrere hundert Millionen Euro zusätzlich aufstocken“, fordert er.

Zwar hatte die Bundesregierung zuletzt zugesagt, seine Überweisungen für den öffentlichen Nahverkehr an die Länder um eine Milliarde Euro zu steigern. „Doch dieses Geld reicht ja nur, um die auch ohne die hunderttausenden Flüchtlinge entstandenen Kostensteigerungen im öffentlichen Nahverkehr, abzufedern", so Franßen.

Zwar kauften die Asylsuchenden „natürlich auch Fahrscheine“. Er verweist jedoch darauf, dass die Kosten im Nahverkehr zu einem großen Teil mit staatlichen Mitteln getragen werden.

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