NACHRICHTEN
21/10/2015 11:01 CEST | Aktualisiert 21/10/2016 07:12 CEST

Neuer Anwalt, neues Glück? Bill Cosby glaubt fest daran.

John Minchillo/Invision/AP
Bill Cosby muss sich gut verteidigen.

Die Luft wird immer dünner für ihn: Die Details aus Bill Cosbys (78) jüngstem Gerichtstermin sind noch unter Verschluss, doch der Komiker scheint mit dem Verlauf des Verfahrens unzufrieden zu sein. Cosby hat Staranwalt Marty Singer, der ihn bisher gegen die Flut der Missbrauchsvorwürfe verteidigte, gefeuert, wie unter anderem die "Los Angeles Times" berichtet. Stattdessen engagierte er die renommierte Großkanzlei Quinn Emmanuel Urquhart & Sullivan, die, ähnlich wie Singer, für aggressive Verteidigungsstrategien bekannt ist.

Die Klage wurde nicht abgewendet

Mehr über die Vorwürfe gegen Bill Cosby erfahren Sie bei Clipfish

Wenig überraschend äußerte sich Singer unter Verweis auf seine Schweigepflicht nicht zu den Gründen für seine Kündigung. Cosby hatte am 9. Oktober in dem Verfahren, das Judy Huth gegen ihn eröffnet hatte, unter Eid aussagen müssen. Singer war es zuvor nicht gelungen, die Klage abzuwenden.

Huths Fall ist einer der wenigen, die Cosby juristisch ernsthaft gefährlich werden können: Die Anschuldigung reicht zwar ins Jahr 1974 zurück und ist damit lange verjährt, doch da Huth zur angeblichen Tatzeit noch minderjährig war, konnte sie nach kalifornischem Recht trotzdem eine Zivilklage einreichen. Cosbys Aussage zu den Vorwürfen steht noch unter Verschluss, ob und wann sie veröffentlicht wird, entscheidet das Gericht voraussichtlich am 22. Dezember.

Langsam könnte es für Cosby kritisch werden

Huths Anwältin Gloria Allred, die auch zahlreiche weitere mutmaßliche Opfer Cosbys vertritt, hat bereits eine zweite Befragung des Komikers beantragt. Sie sieht Cosby offenbar bereits in die Ecke gedrängt: "Herr Cosby hat sich dazu entschieden, 700 Anwälte anzuheuern, um gegen eine einzelne Frau vorzugehen", kommentierte sie den Austausch seiner Verteidiger. "Wir freuen uns darauf, unseren Kampf für Frau Huth fortzusetzen. Dieser Wechsel wird an unserer energischen Vertretung ihrer Interessen nichts ändern."