WIRTSCHAFT
21/10/2015 17:04 CEST

Gewerkschaft zieht gegen Zalando vor Gericht

dpa

Die Gewerkschaft Verdi zieht einem Medienbericht zufolge gegen den Onlinehändler Zalando vor Gericht. Verdi werfe dem Konzern vor, bei seiner Umwandlung in eine sogenannte Societas Europaea (SE), eine Rechtsform für Aktiengesellschaften in der EU, Mitarbeiter und Gewerkschaft nicht in ausreichendem Maße beteiligt zu haben, berichtete das "Manager Magazin".

In einer SE ist die Mitbestimmung der Arbeitnehmervertreter in der Regel stark eingeschränkt. Die Wahl und Besetzung des Gremiums soll bei Zalando laut „Manager Magazin“ gesetzeswidrig erfolgt sein. So seien etwa Angestellte nicht korrekt darüber informiert worden. Verdi äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht. Der Gewerkschaft sind die Geschäftsmethoden von Zalando schon lange ein Dorn im Auge.

Zalando war am Mittwochabend auf Anfrage der „Huffington Post“ nicht erreichbar. Gegenüber „Spiegel Online“ teilte der Konzern mit, dass man in den Logistikzentren kontinuierlich Arbeitsverträge entfriste.

So liege die Entfristungsquote am Standort Erfurt mittlerweile bei mehr als 50 Prozent. Arbeitnehmervertreter stören sich auch an der Bezahlung bei dem Versandriesen: Derzeit verdienen Mitarbeiter in den Versandzentren laut Zalando zwischen 9,43 Euro und 9,87 Euro in der Stunde. Konkurrenten zahlen ihren Mitarbeitern zum Teil deutlich mehr.

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