POLITIK
19/10/2015 14:46 CEST | Aktualisiert 19/10/2015 16:00 CEST

Eklat bei Pegida-Demo: Demonstrant zeigt Merkel in Nazi-Uniform

dpa

Auf der Kundgebung des fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses in Dresden hat ein Demonstrant ein Plakat mit einer Fotomontage von Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer nazi-ähnlichen Militäruniform mitgeführt.

Nach Informationen der "Sächsischen Zeitung" griff die Polizei den Mann am Montag auf. Das Plakat erinnert an Nazi-Bilder, auf einer roten Armbinde war allerdings ein Euro-Zeichen abgebildet.

Kurz vor Beginn der Kundgebung hatten sich in Dresden am Freitagabend mehrere tausend Demonstranten zum Gegenprotest versammelt. Von verschiedenen Richtungen zogen vier Demonstrationszüge sternförmig in die Altstadt.

Dort wollten die "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" am frühen Abend den ersten Jahrestag ihres Entstehens feiern.

Unter dem Motto "Herz statt Hetze" hat ein breites Bündnis dazu aufgerufen, sich dem Fremdenhass entgegenzustellen. Allein bei einem Demonstrationszug, der von der Technischen Universität startete, waren nach Veranstalterangaben mehr als 5000 Menschen versammelt.

Die anderen Protestzüge setzten sich nacheinander in Bewegung. Nach Beobachtungen von dpa-Reportern kamen auch am Bahnhof Mitte rund tausend Gegendemonstranten zusammen, die von dort aus starteten.

Auf dem Theaterplatz vor der Semperoper versammelten sich am frühen Abend unterdessen mehrere hundert Anhänger der fremdenfeindlichen Bewegung sowie Schaulustige. Die Gegendemonstranten wollten in Sicht- und Hörweite der Pegida-Kundgebung protestieren.

Auch in München demonstrierten am Montagabend Hunderte Menschen gegen die Pegida-Aktivisten:

Mit Material von dpa

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