POLITIK
18/10/2015 09:00 CEST | Aktualisiert 18/10/2015 11:38 CEST

Gutachter: Attentäter von Köln ist voll schuldfähig

dpa
Trotz des Messerangriffs am Samstag auf die parteilose Kandidatin Henriette Reker findet die Oberbürgermeisterwahl in Köln wie geplant statt. Foto: Monika Skolimowska/dpa

Einen Tag vor der Oberbürgermeisterwahl hat ein 44-Jähriger die parteilose Kandidatin Henriette Reker sowie vier weitere Menschen niedergestochen.

Vier Facts zu dem Attentat und zur Oberbürgermeisterwahl:

1. Attentäter ist schuldfähig

Nach Angaben der Polizei stellte sich am Sonntagmorgen heraus, dass der Mann voll schuldfähig ist. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass es nach dem psychologischen Gutachten keine Anhaltspunkte gibt, daran zu zweifeln.

2. Er sitzt in Untersuchungshaft

Noch am Sonntag soll der 44-Jährige dem Haftrichter vorgeführt werden. Ihm werden versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung in vier Fällen vorgeworfen. Als Grund für seine Bluttat hatte der Mann fremdenfeindliche Motive genannt. Der Täter soll einen rechtsextremen Hintergrund haben.

3. Reker wurde direkt operiert

Noch am Samstag wurde Henriette Reker einer Not-OP unterzogen. Sie sei auf dem Weg der Besserung und wird wieder vollständig genesen, schreibt ihr Team am Sonntag auf Facebook.

4. Wahlbeteiligung gering

Die mit Spannung erwartete Oberbürgermeisterwahl in Köln läuft hingegen schleppend an. Nur 4,3 Prozent der 800.000 der wahlberechtigten Kölner haben am Sonntag zwei Stunden nach Öffnung der Wahllokale ihre Stimme abgegeben. Rund 100 000 weitere haben sich bereits per Briefwahl entschieden.

Stadtsprecherin Inge Schürmann sieht das aber gelassen: "Kölner fangen immer erst spät an zu wählen". Einen Vergleichswert gibt es nicht, denn bei der Oberbürgermeisterwahl vor sechs Jahren wurde gleichzeitig auch der Rat der Stadt gewählt.

5. Kandidaten

Die 58-Jährigen Henriette Reker ist parteilose Kandidatin, wird aber von CDU, Grünen und FDP unterstützt. Stärkster Konkurrent ist der Kölner SPD-Chef Jochen Ott Chancen.

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