WIRTSCHAFT
17/10/2015 16:42 CEST

Die Schweiz macht ernst: Erste Bank Strafgebühr auf Guthaben für Kleinsparer

Kleinsparer müssen Strafgebühren zahlen
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Kleinsparer müssen Strafgebühren zahlen

Die Schweiz macht ernst: Wie die "Deutschen Wirtschafts Nachrichten" berichten, hat die Alternative Bank Schweiz (ABS) als erstes Kreditinstitut des Landes erstmals Strafgebühren, sogenannte Negativzinsen, für kleine Sparguthaben eingeführt.

Der Schritt ist ein Novum: Hatten doch die Banken bisher stets bekräftigt, Kleinsparer von solchen Gebühren ausnehmen zu wollen. Ein Sprecher der Bank erklärte, der Schritt sei nötig, weil das Institut wegen seiner strengen Investitionskriterien einen großen Barbetrag bei der Schweizerischen Nationalbank halte.

Im Januar hatte die Nationalbank Negativzinsen auf Einlagen von Banken eingeführt, um den Zustrom von ausländischen Geldern in den Franken zu bremsen. Wie die Alternative Bank Schweiz mitteilte, gilt die Strafgebühr ab dem 1. Januar 2016.

Die Gebühr beträgt auf allen Alltagskonten für den privaten Zahlungsverkehr 0,125 Prozent. Bei Einlagen von 100.000 Franken werden 0,75 Prozent fällig. Ökonomen fordern schon seit längerem eine solche Strafgebühr. Die logische Folge davon wäre ein Bargeldverbot, nur so ließe sich die Gebühr auch wirklich durchsetzen.

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