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17/10/2015 08:45 CEST | Aktualisiert 17/10/2015 09:17 CEST

Das denken superreiche, arabische Staaten über Flüchtlinge

dpa

Liebe superreiche Golfstaaten,

ihr gehört zu den reichsten Ländern der Welt. Ihr habt wirklich unfassbar viel Geld. 105.091.42 US-Dollar: So hoch ist das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Katar. 49.883.58 US-Dollar - das ist das BIP pro Kopf in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Und auch Kuwait, Bahrain und Saudi Arabien sind sehr reich.

Trotzdem nehmt ihr kaum Menschen auf. In Saudi-Arabien lebten im Dezember 2014 ganze 661 Flüchtlinge, in Katar nur 221. Wieso helft ihr nicht viel mehr? Ihr sitzt dort in euren Mega-Citys und Luxus-Wolkenkratzern. Ihr habt ein Paradies mitten in der Wüste geschaffen, aber die Pforten haltet ihr verschlossen.

Syrische Flüchtlinge müssen mehr als 3.600 Kilometer nach Deutschland zurücklegen. Dabei könnten sie Schutz in den Nachbarländern finden, bei euch. Wie viele Leben hätten gerettet werden können, wenn den Flüchtlingen die gefährliche Fahrt übers Mittelmeer erspart geblieben wäre?

Versteht mich nicht falsch. Es ist genauso schlimm, wenn sich europäische Länder wie Polen oder Großbritannien weigern, Flüchtlinge aufzunehmen. Egoismus ist Egoismus, egal wo auf der Welt.

Und es ist gut, dass Deutschland hilft. Es ist unsere Pflicht. Aber zusammen könnten wir so viel mehr erreichen.

Das einzige, das ihr anbietet, ist, 200 Moscheen in Deutschland zu bauen. Damit die muslimischen Flüchtlinge hier ihren Glauben leben können. Das ist im Prinzip eine gute Sache. Aber es ist auch scheinheilig und heuchlerisch. Denn ihr wollt eure Glaubensbrüder und Glaubensschwestern nicht aufnehmen.

Das Elend passt eben nicht in eure Hightech-Welt. Ihr seid zwar reich, aber eurer Verhalten ist einfach nur arm.


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