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16/10/2015 10:46 CEST | Aktualisiert 14/11/2016 15:44 CET

Til Schweiger will keine Flüchtlinge aufnehmen

Adam Berry via Getty Images
Til Schweiger

Kaum ein deutscher Prominenter wurde in den vergangenen Wochen in den sozialen Medien so viel angefeindet wie Til Schweiger. Der Schauspieler hatte sich massiv für eine liberale und menschenfreundliche Asylpolitik eingesetzt, geriet dabei aber vor allem bei Facebook mit Befürwortern einer restriktiveren Asylpolitik aneinander.

Ein Vorwurf: Er solle erst einmal selbst Flüchtlinge aufnehmen, bevor er mehr Engagement der Gesellschaft einfordere.

Wie Schweiger seine Entscheidung begründet

Nun hat sich Schweiger (51) erstmals zu dieser Kritik geäußert: Er sagt, er habe schlicht zu wenig Zeit, um Flüchtlinge bei sich wohnen zu lassen. Er würde jemanden aufnehmen, wenn er "eine intakte und funktionierende Familie hätte, wo immer ein Elternteil da ist. Aber ich bin nur unterwegs", sagte der "Tatort"-Star am Donnerstagabend am Rande der "Tribute to Bambi"-Gala in Berlin.

Schweiger, der auch schon Eiskugeln in einem Flüchtlingsheim verteilt hat, engagiert sich mit seiner eigenen Stiftung unter anderem für ein Flüchtlingszentrum in Osnabrück. "Helfen ist unsere Pflicht, wir sind ja Christen. Da müssen wir helfen, das steht so in der Bibel."

Popstar Sarah Connor (35) hatte in der Wochenzeitung "Die Zeit" erzählt, dass sie eine Familie aus Syrien bei sich einquartiert hat. "Ich maße mir nicht an, ein Vorbild zu sein. Ich kann verstehen, dass nicht jeder Flüchtlinge bei sich aufnehmen kann oder will", schrieb die Sängerin.

"Aber was sich jeder erlauben kann, ist, ein bisschen Wärme, Nähe, Trost und Liebe zu spenden, ohne sich fürchten zu müssen."

Til Schweiger hatte vor einigen Monaten via "Bild"-Zeitung bekanntgegeben, er wolle in Osterode ein Vorzeige-Flüchtlingsheim bauen. Doch die Pläne gerieten rasch ins Stocken – was ihm im Netz viel Häme einbrachte.

Mit Material von dpa

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