POLITIK
16/10/2015 02:46 CEST | Aktualisiert 16/10/2015 16:00 CEST

Grenzschützer erschießt Flüchtling in Bulgarien

Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos
Getty
Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos

Ein tödlicher Zwischenfall an der Grenze zwischen Bulgarien und der Türkei hat den EU-Gipfel in Brüssel belastet. Ein Migrant sei bei Handgreiflichkeiten mit einer Gruppe bulgarischer Grenzschützer erschossen worden, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus bulgarischen Regierungskreisen. Der Tote kam nach erster Einschätzung aus Afghanistan.

Der bulgarische Regierungschef Boyko Borissov erfuhr während des EU-Gipfels von dem tödlichen Zwischenfall. Er reiste vorzeitig ab. Gipfelchef Donald Tusk sagte am frühen Freitagmorgen: "Dies ist das nächste Argument dafür, wie wichtig unsere Diskussion heute Abend war." Bei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs ging es um die Flüchtlingskrise und einen gemeinsamen Aktionsplan mit der Türkei.

In Berichten war von einem "Feuergefecht" die Rede. Zu dem Drama kam es nach bulgarischen Angaben, nachdem die Grenzschützer versucht hätten, eine Gruppe von ungefähr 40 illegalen Migranten aufzuhalten, die die Grenze zwischen der Türkei und Bulgarien überquert hätten. Alle Migranten seien Männer gewesen, einige von ihnen bewaffnet, hieß es. Nach ersten Informationen seien alle aus Afghanistan gekommen. Der Vorfall werde untersucht.

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