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15/10/2015 08:09 CEST | Aktualisiert 15/10/2016 07:12 CEST

Für alle Wanderfans: Mit diesen kleinen Tricks werdet ihr zu Profis

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In der goldenen Jahreszeit wollen die kostbaren Sonnenstunden natürlich optimal ausgenutzt sein. Naturliebhaber und Outdoor-Fans zieht es deshalb besonders gerne in die Berge, oder zumindest zur nächsten Anhöhe. Dennoch sollten auch bei vermeintlich einfachen Touren einige Ratschläge berücksichtigt werden. Hier das kleine "1x1 der Wander-Tipps".

Die Vorbereitung

Damit der Wanderausflug auch gelingt, ist die richtige Vorbereitung das A und O. Dabei gilt es sorgfältig zu sein und sich für alle Eventualitäten zu wappnen. Am sinnvollsten ist es, mit der Wettervorhersage zu beginnen. Wenn man weiß, ob die Sonne scheint oder nicht, können Sie sich für alle Eventualitäten ausrüsten. Sie haben bereits eine Wanderroute im Auge? Wunderbar! Dennoch sollten Sie sich in einem Wanderführer oder auf den verschiedenen Webseiten über mögliche Schwierigkeiten im Gelände oder Besonderheiten informieren.

Die richtige Ausrüstung

Je nach Wetterlage können Sie beispielsweise auf ein Regencape verzichten. Wichtig ist dennoch immer eine wind- und wetterfeste Kleidung. In höheren Lagen kann es sehr windig werden. Und selbst bei einer leichten Wolkendecke sollten Sie immer an den Sonnenschutz denken: Pro 1.000 Höhenmeter steigt die UV-Belastung für die haut um zehn Prozent. Bei klarem Wetter ist ein Sunblocker also ein Muss! Auch eine Mütze, Kappe oder Hut schützt vor der Strahlung und hält zudem auch warm. Um Ihren Rücken zu schonen, sollten Sie einen komfortablen Rucksack wählen, so wird das Gewicht optimal verteilt und Sie haben beide Hände frei.

Die Bekleidung ist besonders wichtig: Jeans und T-Shirt sind beim Spazieren in Ordnung, bei Wandertouren sollten Sie andere Ansprüche an Ihre Kleidung haben. Falls Sie sogar eine Mehrtagestour planen, sollten Sie darauf achten, dass in einigen Regionen die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht besonders groß sein können. Aber auch bei kleinen Touren sollten Sie an Wechselkleidung denken: Wenn Sie am Gipfel ankommen und das Shirt schweißnass ist, werden Sie sehr schnell frieren.

Außerdem sollte Ihnen klar sein, dass Sie nicht in Turnschuhen oder Sandalen bergsteigen können. Auch wenn Wanderschuhe meist klobig wirken und schwer an den Füßen sind, sollte Ihre Sicherheit stets Vorrang vor Ihrem Stilgefühl haben. Wanderschuhe müssen zudem wie angegossen passen, damit Sie im Gelände einen sicheren Tritt haben und Blasen vermeiden. Am Vortag können Sie Ihre Füße auch mit Hirschtalg eincremen, das macht die Haut elastischer.

Die Selbsteinschätzung

Es ist noch kein Reinhold Messner vom Himmel gefallen. Als Wanderanfänger ist es wichtig, dass Sie sich dessen bewusst sind und sich nicht überschätzen. Wählen Sie Tagestouren in einem überschaubaren Gelände und wandern Sie nicht allein. Für Wanderer jeder Erfahrungsklasse gilt immer: Folgen Sie dem Pfad! In einer Notsituation wird man Sie dort am schnellsten finden können. Falls Sie einmal in Gefahr geraten und Hilfe brauchen, zögern Sie nicht und, den Notruf (112) oder den Bergnotruf in Österreich (140) und der Schweiz (1414) zu wählen.

Der Pausen-Proviant

Der Weg ist das Ziel, so auch beim Wandern. Hetzen Sie nicht durch den Wald und legen Sie immer wieder kleine Pausen ein. Ihr Körper wird es Ihnen danken! Wenn Sie dabei der Hunger überkommt, sollten Sie natürlich mit dem passenden Proviant ausgestattet sein. Fettige Knabbereien und alles, was schwer im Magen liegt, sollten Sie besser zuhause lassen. Damit Sie nach der Pause beschwingt weitergehen können, sind Obst und Energieriegel ideal für zwischendurch. Wenn eine bewirtete Alm auf Ihrem Weg liegt, sollten Sie sich für einen knackigen Salat und nicht für die Schweinshaxe entscheiden.

Beim Packen müssen Sie auch an genug Wasser denken, alternativ können Sie auch auf ungesüßte Kräutertees zurückgreifen. Kaffee und Kakao bleibt besser zuhause. Ideal ist eine Trinkflasche, die sie unterwegs an einer frischen Quelle auffüllen können. Für hartgesottene Outdoor-Fans gibt es auch Flaschen, die einen integrierten Wasserfilter besitzen. So können Sie jederzeit und überall ihren Wasserhaushalt wieder auf Vordermann bringen. Denken Sie auch daran, dass Kinder in der Regel mehr Flüssigkeit brauchen als Erwachsene.

Wenn Sie diese Tipps bei Ihrem nächsten Ausflug berücksichtigen, kann einem schönen, und vor allem entspannten, Wanderausflug nichts mehr im Wege stehen.