LIFE
15/10/2015 11:58 CEST | Aktualisiert 21/01/2018 10:04 CET

Vier Flüchtlinge kletterten heimlich in einen LKW. Was sie darin sahen, ließ ihnen das Blut in den Adern gefrieren

Es ist für Flüchtlinge beinahe unmöglich, vom französischen Calais nach Großbritannien zu gelangen. Vier junge Männer versuchten es trotzdem. Sie nutzten einen Stau nahe Calais, um heimlich auf einen Lastwagen zu klettern und sich hinten im Frachtraum zu verstecken. Aber was sie dann sahen, ließ ihnen das Blut in den Adern gefrieren.

Denn in dem Frachtraum saß ein ausgewachsener Eisbär.

Nissan – so heißt der Eisbär - war auf dem Weg zum Zoo in Yorkshire. Einer der Männer erschrak bei Nissans Anblick so sehr, dass er sofort wieder vom Lastwagen sprang. Die anderen drei Flüchtlinge ließen sich von dem großen Raubtier nicht so leicht beeindrucken.

Sie blieben zusammen mit dem Eisbären im Frachtraum – in der Hoffnung, doch nach Großbritannien zu kommen. Sie setzten sich neben den Käfig, der fast den ganzen Frachtraum in Anspruch nahm, und hofften, ihr Ziel bald zu erreichen.

Aber der Wunsch der Flüchtlinge ging nicht in Erfüllung:

Die Pfleger, die hinter dem Lastwagen herfuhren, hatten gesehen, dass jemand in den Lastwagen geklettert war. Sie informierten den Fahrer und die Polizei.

So endete das Abenteuer der jungen Männer sehr schnell. Der LKW wurde gestoppt und die Flüchtlinge von der Polizei herausgeholt – und zwar vorsichtig, um den Bären nicht aufzuscheuchen. Schließlich musste Eisbär Nissan seine Reise zur Insel alleine fortsetzen.

Simon Marsh vom Yorkshire Wildlife Park erklärte der "Dailymail" zu dem Vorfall: „Auch mit seinen zwei Jahren ist er ein großes Tier und er kann gefährlich sein. Es ist ganz offensichtlich nicht ideal, wenn Menschen in einen Waggon mit einem Eisbären klettern.“

Da hat er Recht. Der Vorfall zeigt aber auch, wie verzweifelt die Flüchtlinge sein müssen, wenn sie auf ihrer Flucht sogar bereit sind, einen Raum mit einem Eisbären zu teilen.

Umgekehrte Welt: Was wäre, wenn wir auf einmal Flüchtlinge wären?

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