LIFESTYLE
14/10/2015 10:31 CEST | Aktualisiert 21/01/2018 10:02 CET

Hayden Panettiere spricht offen aus, was über Postpartale Depressionen gesagt werden muss

Panettiere/Instagram
Hayden Panettiere bekam nach der Geburt ihrer Tochter Postpartale Depressionen.

Von außen betrachtet ist ihr Leben perfekt: Die Schauspielerin Hayden Panettiere brachte vor zehn Monaten ihre Tochter Kayla zur Welt. Ihr Partner, Boxchampion Wladimir Klitschko, geht in seiner Vaterrolle auf.

Auch beruflich läuft es gut: Die ehemalige Darstellerin, die durch die Serie Heroes bekannt wurde, hat eine feste Rolle in der beliebten US-Serie Nashville.

Aber dann erkrankte Hayden nach der Geburt an Postpartaler Depression und musste sich professionelle Hilfe suchen.

Es kann jede junge Mutter treffen.

Viele wissen nicht, wie häufig und schwer diese Erkrankung sein kann oder schweigen aus Scham – deshalb spricht die mutige Schauspielerin nun offen über Postpartale Depressionen.

In der amerikanischen Talk-Show „Live! With Kelly and Michael“ beschrieb sie den Kampf von Juliette Barnes gegen ihre Postpartale Depression. Juliette Barnes ist der Charakter, den Hayden in Nashville verkörpert.

Die 26-Jährige betonte: „Ich kann das sehr gut verstehen. Es ist etwas, über das gesprochen werden muss. Die Frauen müssen wissen, dass sie nicht allein sind und dass sie wieder gesund werden.“

Hayden Panettiere führte weiter aus: „Wenn dir gesagt wird, du hast Postpartale Depression, dann denkst du erst, du hast negative Gefühle gegenüber deinem Kind. (....) Es gibt viele Missverständnisse darüber. Es gibt viele Leute, die glauben, dass es das nicht gibt. Dass es nicht wahr ist und dass es nur die Hormone sind. Sie ignorieren es. Aber es ist nicht kontrollierbar und es ist schmerzhaft und es macht dir Angst. Diese Frauen bauchen viel Unterstützung.“

Für diese mutige und notwendige Ansprache bekam sie viel Applaus – zu Recht.

Viele Mütter schämen sich und haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie an Postpartaler Depression (auch Postnatale Depression, PPD oder Wochenbettdepression genannt) erkranken. Se fragen sich: “Liebe ich mein Kind nicht genug?“

Aber das hat damit nichts zu tun. Es handelt sich um eine psychische Erkrankung, die therapiert werden sollte und weit häufiger auftritt als allgemein angenommen.

Etwa 10 Prozent aller jungen Mütter entwickeln nach der Geburt eine behandlungsbedürftige Depression und sogar jede Vierte zeigt depressive Symptome.

Immerhin: Die Heilungschancen sehen bei einer PPD sehr gut aus – bei vielen Patientinnen zeigen sich schon nach wenigen Wochen Therapie Besserungen. Betroffene Frauen brauchen professionelle Hilfe, damit es ihnen bald wieder besser geht und sie sich darüber freuen können, Mutter zu sein.


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