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14/10/2015 12:45 CEST | Aktualisiert 14/10/2016 07:12 CEST

Ford in 3D: Der Konzern arbeitet mit dreidimensionaler Drucktechnologie

Die begehrtesten Ford-Modelle gibt es jetzt in einem 3D-Shop des Automobilherstellers. Schon lange arbeitet der US-Konzern auch bei echten Prototypen mit der dreidimensionalen Drucktechnologie.

Schon 1988 stand bei Ford die weltweit erste 3D-Druckmaschine, ihre modernen Nachfolger eignen sich hervorragend für den Bau von Prototypen. Der 3D-Druck verkürzt die Entwicklungszeit erheblich: Innerhalb von Stunden können Fahrzeugteile produziert werden - Designer und Ingenieure können schneller und vor allem günstiger arbeiten. Experimentelle Bauteile, die bei der Fahrzeugentwicklung zahlreich getestet werden, kosten nach Ford-Angaben pro Stück unter 1.000 Euro. Unter anderem Lenkrad, Schaltwippen, Ansaugkrümmer und Teile der Schwingtüren werden für den Supersportwagen Ford GT im 3D-Druck hergestellt. Die entsprechenden Daten dazu liefert die Europa-Zentrale des Ford "Rapid"-Prototypen-Teams mit Sitz in Köln.

In den USA erforscht Ford gemeinsam mit dem Unternehmen Carbon3D künftige Prototyping- und Kleinproduktions-Potenziale. Erste Ergebnisse sind besonders belastbare Harzen für den 3D-Druck, die für die Serienreife geeignet sind. Als kleinere Innenteile funktionieren sie bereits im Ford Focus Electric und dem Ford Transit Connect.

Sich sein eigenes Auto selbst auszudrucken, dürfte wohl ein Traum bleiben. Bei Modellautos funktioniert es jedoch. Für kleines Geld können die lizensierten 3D-Druckdaten erworben und heruntergeladen werden, um zu Hause mit Hilfe des eigenen 3D-Druckers einige der begehrtesten Ford-Fahrzeuge im Modellbau-Maßstab nachzubauen. Wer's einfacher mag, kauft sich die gedruckten Modellautos fertig im 3D-Shop.