POLITIK
14/10/2015 02:54 CEST | Aktualisiert 14/10/2015 02:58 CEST

Erstmals hält Mehrheit der Deutschen Flüchtlingszahlen für zu hoch

dpa
Erstmals hält Mehrheit der Deutschen Flüchtlingszahlen für zu hoch

Die Deutschen sehen Flüchtlinge, die zu Tausenden ins Land kommen, zunehmend kritisch. Der anhaltende Flüchtlingszustrom nach Deutschland lässt die Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung laut einer Umfrage zusehends schwinden. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov veröffentlichte am Dienstag die Ergebnisse einer repräsentativen Erhebung, derzufolge 56 Prozent der Bundesbürger die Asylbewerberzahlen inzwischen für zu hoch halten.

Mitte September hatten sich nur 46 Prozent der Befragten dieser Aussage angeschlossen. Umgekehrt sehen mittlerweile nur noch 19 Prozent der Umfrageteilnehmer Deutschland in der Lage, weitere Asylsuchende aufzunehmen (vorher 28 Prozent). In den vergangenen Wochen deuteten immer mehr Umfragen darauf hin, dass die Stimmung in der Bevölkerung gegenüber den Flüchtlingen kippt.

Auch Merkel vertrauen in der Krise immer weniger Deutsche. Die Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die mit Blick auf die hohe Zahl der Flüchtlinge sowie deren Aufnahme und Versorgung in Deutschland mehrfach gesagt hatte "Wir schaffen das", teilen demnach bloß noch 32 Prozent der Bundesbürger (43 Prozent waren es bei der letzten Befragung Anfang September). Doppelt so viele sind inzwischen der gegenteiligen Meinung. Vorher waren es 51 Prozent.

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