ENTERTAINMENT
13/10/2015 03:03 CEST

Diese eine Sache will der Playboy künftig nicht mehr zeigen - und das verändert alles

dpa
Diese eine Sache will der Playboy künftig nicht mehr zeigen - und das verändert alles

Playboy - das waren immer starke Texte, tiefgehende Analysen, starke Meinungen... äh, nein. Playboy, das waren immer vor allem nackte Frauen (wegen der Texte kauften das Heft nur die, die nicht zugeben wollten, sich die Frauen anzusehen). Seit Jahrzehnten steht das amerikanische "Playboy"-Magazin also für unzweideutige Bilder entblößter Frauenkörper - aber damit soll jetzt Schluss sein.

Ab kommendem Frühjahr werde die berühmte Zeitschrift komplett neu gestaltet, berichtete die "New York Times" am Dienstag. Zwar würden Frauen weiter in provokativen Posen gezeigt, jedoch sollen sie nicht mehr völlig nackt abgebildet werden. "Playboy"-Gründer Hugh Hefner (89) habe einem entsprechenden Vorschlag seiner Top-Redakteure zugestimmt, hieß es.

Die Zeiten hätten sich schlicht geändert, sagte "Playboy"-Chefmanager Scott Flanders. Den Kampf darum, unbekleidete Körper abbilden zu dürfen und Nacktheit gesellschaftsfähig zu machen, habe der Playboy schon lange gewonnen. "Heute reicht ein Mausklick, um sich jeden nur vorstellbaren sexuellen Akt im Internet herunterzuladen", so Flanders. Nacktaufnahmen in Zeitschriften seien damit überholt.

Einst hatten sogar Ikonen wie Madonna, Sharon Stone und Naomi Campbell die Hüllen fallen lassen, um im Playboy die Männerfantasien zu beflügeln. Aber diese Zeiten seien im neuen Medienzeitalter passé, so die Playboy-Macher. Nach Schätzungen der Medienorganisation "Alliance for Audited Media" ist die Auflage des Magazins von 5,6 Millionen Exemplaren im Jahr 1975 auf heute 800 000 geschrumpft.

"Der Zwölfjährige in mir ist sehr enttäuscht", sagte Redakteur Cory Jones, der Hefner den Vorschlag zur Umgestaltung unterbreitet hatte. "Aber es ist die richtige Entscheidung."

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