POLITIK
13/10/2015 17:21 CEST | Aktualisiert 21/01/2016 14:54 CET

Nach Drohungen sagt dm Spendenaktion für kurdische Gemeinschaft ab

Nach Gewaltandrohungen im Netz hat die Drogeriemarktkette dm eine für diesen Samstag geplante Spendenaktion zugunsten einer kurdischen Gemeinschaft in Nordrhein-Westfalen abgesagt.

"Wir haben wenig Verständnis dafür, dass soziale Hilfsaktionen Anlass sein sollen zur politischen Interessensvertretung oder gar zu verbaler oder physischer Gewaltausübung", sagte dazu der Chef des Karlsruher Unternehmens, Erich Harsch, am Dienstag. Man wolle aber keinen Nährboden für Eskalation bieten.

Vor allem türkische Gruppierungen hatten zu Gewalt aufgerufen. "Um mögliche Ausschreitungen vor Ort zu vermeiden, mussten wir die Aktion absagen", sagte ein dm-Sprecher.

Bei der Aktion sollte der Menschenrechtsaktivist Rupert Neudeck in einer dm-Filiale in der Stadt Troisdorf an der Kasse sitzen. Die Einnahmen sollten für Deutschunterricht verwendet werden, den die kurdische Gemeinschaft in der Stadt für Flüchtlinge anbietet. Dagegen hatte es Boykottaufrufe und zahlreiche Pöbeleien im Netz gegeben.

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