LIFE
13/10/2015 11:33 CEST

Diesen motivierenden Post schrieb ein Ehemann, der 10 Jahre lang betrogen wurde

"Ich bereue, dass ich weder meinen Roman zu Ende geschrieben habe, noch die Welt bereist habe."
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"Ich bereue, dass ich weder meinen Roman zu Ende geschrieben habe, noch die Welt bereist habe."

Dieser Mann aus dem US-Staat Ohio hat einen guten Job und eine kleine Familie. Doch erst als seine Ehefrau ihm gesteht, dass sie ihn die letzten zehn Jahre lang betrogen hat, erkennt er was alles falsch gelaufen ist in seinem Leben. Er verfasste einen emotionalen und aufrichtigen Facebook-Post in dem er erklärt, warum ihn sein beruflicher Ehrgeiz abstumpfen und den Blick auf das Wesentliche, sein eigenes Leben, verlieren ließ.

Es wurde ein berührendes Pladoyer, das Leben zu genießen und die eigenen Träume nicht aufzuschieben:

"Ich muss mir mal eine Geschichte vom Herzen reden. Über mich: Ich bin ein 48 Jahre alter Banker und mein ganzes Leben war genau das Gegenteil, von dem, was ich wollte. Alle meine Träume, meine Leidenschaft waren weg. Wegen einem festen 9-7 Job. Sechs tage die Woche. Für 26 Jahre. Ich habe mich immer in allem für den sicheren Weg entschieden, was mich vielleicht verändert hat.

Heute habe ich herausgefunden, dass mich meine Frau die letzten zehn Jahre lang betrogen hat. Mein Sohn empfindet nichts für mich. Mir wurde klar, dass ich die Beerdigung meines Vaters FÜR NICHTS UND WIEDER NICHTS verpasst habe. Ich habe meinen Roman nie zu Ende geschrieben, die Welt bereist oder Obdachlosen geholfen. Alle diese Dinge, die ich als Bestimmung für mich empfunden habe als ich in meinen frühen Zwanzigern war. Wenn mein jüngeres Ich mich getroffen hätte, hätte es mich geohrfeigt. Ich werde gleich dazu kommen, wie diese Träume zerstört wurden.

Lasst uns mit einer Beschreibung von mir Anfangen, wie ich mit Zwanzig war. Es scheint gestern gewesen zu sein, als ich noch sicher war, dass ich die Welt verändern würde. Die Leute haben mich geliebt und ich habe die Leute geliebt. Ich war innovativ, kreativ, spontan, risikofreudig und kam gut mit Menschen klar. Ich hatte zwei Träume. Der erste war einen Utopie/Dystopie-Roman zu schreiben. Der zweite war um die Welt zu reisen und den Armen und Obdachlosen zu treffen. Bis dahin habe ich meine jetzige Ehefrau schon vier Jahre lang gedated. Junge Liebe. Sie Liebte meine Spontaneität, meine Energie, mein Talent Menschen zum Lachen zu bringen und sich geliebt zu fühlen. Ich wusste, mein Buch würde die Welt verändern. Ich würde die Perspektive der „Bösen“ und der „Abtrünnigen“ darstellen, um meinen Lesern zu zeigen, dass jeder anders denkt; dass Leute nie denken, was wir machen ist falsch. Mit zwanzig Jahren hatte ich schon siebzig Seiten geschrieben. Ich bin immer noch bei Seite siebzig – mit 46 Jahren. Mit Zwanzig habe ich eine Backpacker-Reise durch Neuseeland und die Philippinen gemacht. Danach wollte ich auch ganz Asien, dann Europa und dann Amerika entdecken. Bis heute war ich nur in Neuseeland und auf den Philippinen.

Nun kommen wir dazu, was alles falsch lief. Ich bedauere es sehr. Ich war zwanzig. Ich war Einzelkind. Ich musste beständig sein. Ich musste den Akademiker-Beruf nehmen, der mein ganzes Leben bestimmen würde. Mein ganzes Leben auf einen 9-7 Job verwenden. Was habe ich mir gedacht? Wie konnte ich leben, wenn mein Job mein Leben war? Nach dem ich nach Hause gekommen bin würde ich Abendessen, meine Arbeit für den nächsten Tag vorbereiten und dann um 10 Uhr schlafen gehen - nur um gegen 6 Uhr am nächsten Tag wieder aufzustehen. Gott, ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal mit meiner Frau geschlafen habe.

Gestern hat meine Frau zugegeben, dass sie mich die letzten zehn Jahre lang betrogen hat. Zehn Jahre. Das klingt wie eine lange Zeit, aber ich verstehe es nicht. Es tut nicht mal weh. Sie sagt das ist so, weil ich mich verändert habe. Ich bin nicht mehr die Person, die ich mal war. Was habe ich die letzten 10 Jahre gemacht? Abgesehen von Arbeiten kann ich das nicht beantworten. Ich war kein guter Ehemann. Ich war nicht ich. Wer bin ich? Was ist mit mir passiert? Ich habe nicht einmal die Scheidung gefordert, sie angeschrien oder geweint. Ich habe NICHTS gefühlt. Jetzt spüre ich eine Träne beim Schreiben. Nicht weil meine Frau mich betrogen hat, sondern weil ich merke, dass ich innerlich gestorben bin. Was ist mit der Spaß-liebenden, risikofreudigen, aktiven Person – hungrig die Welt zu verändern geworden – passiert? Ich erinnere mich daran, dass mich das beliebteste Mädchen der Schule nach einem Date gefragt hat, ich es aber für meine heutige Frau abgelehnt habe. Gott, ich war wirklich beliebt bei den Mädchen in der High School. In der Universität und dem College auch. Aber ich bin loyal geblieben. Ich habe nicht experimentiert. Ich habe jeden Tag gelernt.

Erinnert ihr euch an all das Backpacking und Bücher-schreiben von dem ich euch erzählt habe? Das war alles in den ersten Jahren vom College. Ich habe halbtags gearbeitet und alles Geld verprasst. Jetzt spare ich jeden Cent. Ich erinnere mich an kein Mal, an dem ich Geld für etwas Spaßiges ausgegeben hätte. Oder für etwas für mich selbst. Was will ich auch noch haben?

Vor 10 Jahren ist mein Vater gestorben. Ich erinnere mich an Anrufe meiner Mutter, in denen sie mir erzählte, dass mein Vater immer kränker und kränker wird. Ich wurde immer beschäftigter und beschäftigter wurde, kurz vor einer großen Beförderung. Ich habe meine Besuche immer auf geschoben - still hoffend, er würde durchhalten. Ich habe ihn fünfzehn Jahre lang nicht gesehen. Als er starb sagte ich mir, es wäre egal, dass ich ihn nicht besucht habe. Ich dachte mir, dass tot sein sowieso belanglos sei. WAS HABE ICH MIR DABEI GEDACHT? Alles zu rationalisieren, Ausreden zu suchen um Sachen aufzuschieben. Ausreden. Prokrastination. Das alles führt nur zu einer Sache, nichts. Ich schlussfolgerte, finanzielle Sicherheit sei das Wichtigste. Ich weiß, das es das definitiv nicht ist. Ich bereue nichts mit meiner Energie, als ich sie noch hatte. Meine Leidenschaften. Meine Jugend. Ich bedauere, dass mein Job die Kontrolle über mein Leben übernommen hat. Ich bereue, dass ich ein schlechter Ehemann war, eine Geldmaschine. Ich bereue, dass ich weder meinen Roman zu Ende geschrieben habe, noch die Welt bereist habe. Dass ich nicht emotional da war für meinen Sohn. Dass ich eine verdammte emotionslose Geldbörse war.

Wenn du das liest und noch ein ganzes Leben vor dir hast, dann bitte. Schieb nichts auf. Heb dir deine Träume nicht für später auf. Genieße deine Energie, deine Leidenschaften. Hänge mit deiner spärlichen Zeit nicht im Internet herum (es sei denn, deine Passion erfordert das). Bitte mache etwas mit deinem Leben solange du noch jung bist. LEGE DICH NICHT FEST mit 20. VERGISS NICHT deine Freunde, deine Familie oder dich selbst. VERSCHWENDE NICHT dein Leben. Deine Ambitionen. Wie ich es mit meinen gemacht habe. Seid nicht wie ich."

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