POLITIK
13/10/2015 13:00 CEST

Eine Frau demonstriert gegen den Islam. Die Muslime zeigen ihr, wie sie mit Kritik umgehen

screenshot facebook
Sie stellte sich vor eine Moschee um gegen den Islam zu demonstrieren - dann kamen Muslime auf sie zu

Am vergangenen Wochenende wurde in vielen amerikanischen Städten zu einer vermeintlichen Menschenrechts-Demonstration aufgerufen. Unter dem irreführenden Titel "Global Rally for Humanity" sollten sich Menschen landesweit vor Moscheen versammeln und gegen den Islam protestieren.

In Dublin, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Ohio, folgte immerhin eine Frau diesem Aufruf. Bewaffnet mit zwei "Anti-Islam"-Schildern stand sie vor der örtlichen Moschee. Statt Gleichgesinnter traf sie allerdings auf eine Reihe an Gegen-Demonstranten. Und auf eine muslimischen Frau im Hijab.

Doch statt wütend auf die Demonstrantin zu reagieren, tat die Muslima etwas Erstaunliches: Sie ging auf die Demonstrantin zu, umarmte sie und sagte: "Auch ich bin Amerikanerin." Auf Facebook schrieb sie später über diesen besonderen Moment:

moschee

"Unsere Umarmung schien gar nicht mehr aufzuhören. Ich wollte sie nicht loslassen, bevor ich nicht spürte, wie sie ihre Anspannung verloren hatte. Und dann hat sie sogar zugestimmt, mit in die Moschee zu gehen."

Annie, die Gegendemonstrantin, die inzwischen auf Facebook identifiziert wurde, begleitete Mitglieder der Gemeinschaft daraufhin in die Moschee. Im Inneren wurde ihr von allen Anwesenden Beifall gespendet.

Nach dem Besuch der Moschee erkläret Annie, ihr Protest sei ganz anders verlaufen, als sie erwartet hatte.

Wie schön. Das kann also passieren, wenn man offen für die Welt bleibt.

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