LIFE
13/10/2015 06:03 CEST | Aktualisiert 13/10/2015 07:13 CEST

Eine Kundin gibt eine miese Restaurant-Bewertung im Netz ab - und bekommt DIESE Antwort

"Ich entschuldige mich aufrichtig, dass wir kein Essen zum mitnehmen in unserem Restaurant anbieten"
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"Ich entschuldige mich aufrichtig, dass wir kein Essen zum mitnehmen in unserem Restaurant anbieten"

Eine Kundin wollte im Internet ihrem Ärger über ein Restaurant Luft machen. Also schrieb sie auf dem Bewertungsportal Yelp ein mieses Feedback. Und bekam prompt eine Antwort des Inhabers.

Die Nutzerin schrieb:

Ich habe gerade Voltaire angerufen, weil ich etwas zu essen bestellen wollte. Wir hatten ein spätes Geschäftstreffen in der selben Straße. Zuerst haben sie sich geweigert, uns die Frage zu beantworten, welche Art von Brühe sie in ihrem Risotto benutzen. Dann sagten sie, sie würden das Essen nicht zum Mitnehmen einpacken.

Mein Mann fragte, ob er mit dem Manager sprechen könne. Der Manager, Jamie, sagte: „Unser Essen wird wunderschön angerichtet, und wir können es nicht in einen „To Go“-Behälter packen.“ Danke Jamie, wir verhungern einfach. (Übrigens ist es nicht wahr, was der Manager gesagt hat – wir haben dort schon mal gegessen und das Essen sogar zu mitnehmen eingepackt bekommen.) Als mein Mann androhte, eine Yelp-Review darüber zu posten, wie das Restaurant uns behandelt hat, fragte der Manager: „Sind Sie ein ausgewachsener Mann und ein Erwachsener?

Wir reisen regelmäßig nach New York und essen in vielen verschiedenen Restaurants, die mehr als bereit sind, Leute zu bedienen, denen sie das Essen zum Mitnehmen einpacken. Dieses Restaurant denkt aber, es sei zu gut für seine Kunden."

Das ist die Antwort des Restaurantinhabers:

"Als Yelp-Nutzer bin ich sicher, dass Sie wussten, dass sich auf unserer Business-Seite - rechts am Bildschirm - Details über unser Etablissement befinden. Dort finden Sie den Punkt: "Take-out: Nein". Wir haben nie Essen zu Mitnehmen angeboten, weil wir glauben, das Essen, das wir zubereiten, sollte so präsentiert werden, wie wir es für richtig halten, also (normalerweise) auf einem Teller in unserem Restaurant."

Zum Thema Risotto: Es ist mit Gemüsebrühe gemacht – dieses Gericht ist vegetarisch und ich bin sicher: Derjenige, mit dem du gesprochen hast, wollte extra sichergehen, dass die Information, die ihr bekommt, wirklich richtig ist.

Obwohl wir unseren Gästen ermöglichen, ihr nicht gegessenes Essen mit nach Hause zu nehmen, haben wir nie Gerichte zum Mitnehmen angeboten. Wenn Sie tatsächlich am Verhungern gewesen wären, also sich in lebensbedrohlichen Umständen befunden hätten, in denen dringend eine Versorgung mit Nährstoffen nötig gewesen wäre , wären wir sofort bereit gewesen, Ihnen zu helfen ... Wir machen in Notsituationen eine Ausnahme.

Ich kann Ihnen versichern, dass wir nicht deshalb kein Essen zum Mitnehmen anbieten, weil wir uns für „zu gut“ für unsere Kunden halten. Wir haben nur lieber Gäste, die uns ein angemessenes Anrichten (und Temperieren) ihrer Speise erlauben, die wir in der Küche kunstvoll zubereiten.

Ich freue mich, dass Sie regelmäßig nach New York fahren. Wir reisen auch oft. Und ich kann versichern, dass es viele Restaurants in NYC gibt, die kein „Take-out“-Essen anbieten. Obwohl es auch viele Alternativen gibt, die das tun – auch in Kansas City (Go Royals!).

Ihr Mann hat in dem Gespräch MEHRMALS klargemacht, dass er Anwalt ist. Ich erkläre es Ihnen deshalb anhand von einer Analogie/ eines Rollentauschs. Vielleicht hilft es, Ihr Anliegen zu klären.

SIE: Ich möchte Sie engagieren, damit Sie sich um meine Scheidung kümmern.

ICH: Aber ich bin ein Anwalt für Steuerrecht.

SIE: Das ist mir egal... kümmern Sie sich um meine Scheidung.

ICH: Sorry, aber diese Art von Recht übe ich nicht aus.

SIE: Machen Sie es einfach, ich werde Sie dafür bezahlen... das wird klappen.

ICH: Ich fühle mich nicht wohl dabei, Ihnen meine Dienste als Scheidungsanwalt anzubieten, weil ich mich nur mit Steuern auskenne. Sie werden nicht bekommen, was Sie wollen.

SIE: Aber ich reise oft nach New York. Und hier kümmern sich immer Anwälte für Steuerrecht um meinen Scheidungsprozess. Ich weiß nicht, wo das Problem liegt. Ich hab Ihnen schon gesagt, dass ich ein Koch bin, oder?

ICH: Das ist ja sehr schön für Sie, aber ich kann Ihnen wirklich nicht helfen. Das passt nicht zu meiner Arbeitsweise.

SIE: Wenn Sie mich nicht bei meiner Scheidung vertreten, werde ich überall veröffentlichen, dass Sie nicht mit mir zusammen arbeiten wollten und grundlose Anschuldigungen nennen, wie anmaßend, arrogant und unprofessionell Sie sind. Ich werde auch verhindern, dass Sie jemals wieder arbeiten können, indem ich Sie in sämtlichen sozialen Netzwerken schlecht mache. Werden Sie mich also vertreten?

ICH: Ich lasse mich nicht gern erpressen.

Danke für Ihr Feedback. Wir werden Sie wissen lassen, ob wir uns in Zukunft um Scheidungen kümmern, ich meine, Essen zum Mitnehmen anbieten."

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Der Besitzer fand ihren bösen Kommentar und antwortete kurzerhand.