ENTERTAINMENT
12/10/2015 05:28 CEST | Aktualisiert 12/10/2016 07:12 CEST

Walter Freiwald: Die Wahrheit über Promi-Teleshopping

Walter Freiwald war jahrelang als Teleshopping-Moderator tätig
Thomas Lohnes
Walter Freiwald war jahrelang als Teleshopping-Moderator tätig

Nun spricht der Ex-Dschungelcamper über die Praktiken im Verkaufsfernsehen und erklärt, warum Promis ihre Namen für Produkte hergeben. Beim Teleshopping-Sender QVC bewirbt Désirée Nick (59) ihre eigene Schmuck-Linie. Nun hat die "Bild"-Zeitung herausgefunden, dass die Kollektion teilweise frappierende Ähnlichkeit mit Stücken aufweist, die auch schon Jenny Elvers (43) vor einigen Jahren bei HSE24 verkaufte. QVC räumte die "Vergleichbarkeit der Produkte" gegenüber der Zeitung ein und erklärte: "Es handelt sich unseren Recherchen nach um Produkte des gleichen Vor-Lieferanten und damit auch um das gleiche Design-Team. Wir hatten keine Kenntnis, dass einzelne Designs bereits vor sechs Jahren verkauft wurden."

Walter Freiwald (61), genau wie Nick ein ehemaliger Dschungelcamper und langjähriger Verkaufsprofi im TV, behauptet via "Bild" nun, dass "die wenigsten" Promis den zum Verkauf stehenden Schmuck wirklich selber designen. "Wenn man sie dann live im TV fragt, wie sie auf das Design gekommen sind, sind die Geschichten entsprechend abenteuerlich", so Freiwald. Das Geschäft sei extrem lukrativ, schließlich könne man "einen Elvers- oder Nick-Ring teurer verkaufen als No-Name-Schmuck."

Die Qualität der Ware sei zwar grundsätzlich nicht schlecht, doch würden die Anbieter auf den Herstellungspreis "zwischen 300 und 1000 Prozent draufschlagen". 50 Prozent des Umsatzes - angeblich zwischen 20.000 und 40.000 Euro pro Sende-Stunde - würden an den Promi gehen.

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