POLITIK
11/10/2015 06:58 CEST | Aktualisiert 11/10/2015 08:33 CEST

US-Elite-Uni Stanford wirft von der Leyen Missbrauch des Hochschul-Namens vor

US-Elite-Uni wirft von der Leyen Missbrauch des Hochschul-Namens vor
dpa
US-Elite-Uni wirft von der Leyen Missbrauch des Hochschul-Namens vor

Die US-Elite-Universität Stanford wirft Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vor, den Namen der Uni missbraucht zu haben. Das berichtet die „Welt am Sonntag“.

Der Vorwurf der Universität: In ihrem Lebenslauf, unter anderem auf ihrer Homepage abrufbar, listet von der Leyen unter anderem folgende zwei Stationen auf: „1993: Auditing guest an der Stanford University, Graduate School of Business“ und „1995: Aufenthalt an der Stanford Health Services Hospital Administration“. Und genau das hätte von der Leyen, so zitiert die Zeitung eine Universitätssprecherin, nicht schreiben dürfen. Wörtlich heißt es: „Üblicherweise betrachten wir Leute, die derartige Dinge in den Lebenslauf aufnehmen, als Leute, die den Namen der Universität Stanford missbrauchen.“

Die Begründung nimmt dem Vorwurf allerdings die Dramatik. Der Sprecherin der Universität zufolge werden für solche Tätigkeiten, wie sie von der Leyen anführt, keine Leistungsnachweise der Hochschule ausgestellt. Offizielle Dokumente zu Ursula von der Leyen lägen in Standford daher nicht vor. Und ohne einen solchen Leistungsnachweis dürfe die Universität im Lebenslauf nicht auftauchen.

Anders als die Universität kann von der Leyen offenbar die Stationen belegen, wie ein Sprecher von der Leyens der „Welt am Sonntag“ sagte. Tatsächlich lägen der „Wams“ Dokumente vor, die eine ehrenamtliche Arbeit in der Krankenhausverwaltung belegen, außerdem habe sie als Gast Seminare besucht. Gemeinsam mit einer eingeschriebenen Studentin und der Billigung eines Dozenten habe sie schließlich eine Studie zu Behandlungen von Unfruchtbarkeit verfasst, deren Veröffentlichung von einem Fachjournal jedoch abgelehnt wurde.

Von der Leyen steht wegen ihrer Doktorarbeit in der Kritik. Ihr wird vorgeworfen, in der Arbeit für ihre Promotion in Medizin an der Hochschule Hannover plagiiert zu haben. Derzeit läuft eine Prüfung der Hochschule. Weitere Vorwürfe kommen also für sie zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Der Lüge kann man von der Leyen aufgrund dieser Angaben nicht bezichtigen. Im Netz werfen ihr einzelne User dennoch spöttisch vor, den Lebenslauf geschönt zu haben.

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