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09/10/2015 06:58 CEST | Aktualisiert 09/10/2016 07:12 CEST

John Lennon: Die entscheidenden Tage in seinem Leben

Beatle-Mitbegründer John Lennon, hier auf einem Foto aus dem Jahr 1965
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Beatle-Mitbegründer John Lennon, hier auf einem Foto aus dem Jahr 1965

Sein Leben war sehr bewegt: John Lennon ("Imagine") war eine Ikone der Musikgeschichte und der Friedensbewegung. Heute wäre er 75 Jahre alt geworden. Welche Tage im Dasein des Beatles-Stars sein kurzes Leben besonders prägten, erfahren Sie hier.

9. Oktober 1940

John Winston Lennon wird inmitten eines Angriffs durch die deutsche Luftwaffe in Liverpool geboren. Wenige Jahre später übergibt seine Mutter Julia ihn der Obhut seiner Tante Mimi, bei der er bis ins späte Teenager-Alter aufwächst. Julia Lennon stirbt 1958 bei einem Autounfall. "Ich habe sie zweimal verloren", sagte Lennon später dem "Playboy" im Interview. "Einmal als Fünfjähriger, als ich zu meiner Tante zog. Und noch einmal, als sie tatsächlich starb."

6. Juli 1957

Lennon spielte mit seiner ersten Band The Quarrymen bei der Veranstaltung einer Kirche in Liverpool. Nach seinem Auftritt kam er mit einem jungen Mann namens Paul McCartney ins Gespräch, der ihm spontan ein Cover von Eddie Cochrains "Twenty Flight Rock" vorspielte. Noch am selben Abend schlug Lennon seinen Bandkollegen vor, McCartney in die Gruppe aufzunehmen. Wenige Monate später stieß zudem McCartneys Schulfreund George Harrison hinzu. Diverse Namensänderungen und Mitgliederwechsel - Richard Starkey, besser bekannt als Ringo Starr, kam als Letzter hinzu - stand die endgültige Formation der Beatles.

17. August 1960

Die Beatles kommen in Hamburg an und spielen am selben Abend ihren ersten Gig im Club Indra auf der Großen Freiheit. Ohne es zu wissen, legen sie damit den Grundstein für ihren steilen Weg zur berühmtesten Popband der Geschichte. Während sie monatelang in verschiedenen Clubs der Hansestadt spielen, nehmen sie ihre erste Single "My Bonnie" auf. Durch die Platte wird Brian Epstein auf die "Fab Four" aufmerksam und wird ihr Manager. Epstein war es, der die Lederjacken der jungen Männer durch die Anzüge ersetzte, in denen die Pilzköpfe unter anderem in der "Ed Sullivan Show" die Beatle-Mania in Gang setzten.

9. November 1966

Lennon besucht eine Londoner Kunstgalerie, nachdem ihm eine Ausstellung der japanischen Künstlerin Yoko Ono empfohlen wurde. Obwohl beide zu diesem Zeitpunkt verheiratet sind, beginnen sie eine Beziehung. Entscheidend war diese Begegnung aus Sicht der Fans nicht nur privat. Bis heute haftet der mittlerweile 80-Jährigen der Ruf an, die Beatles auseinandergebracht zu haben, obwohl selbst Paul McCartney widerspricht. "Sie hat die Gruppe sicherlich nicht aufgelöst. Die Gruppe hat sich selbst aufgelöst", sagte er dem Journalisten David Frost 2012 in einem Interview.

10. April 1970

Tatsächlich bekam die Freundschaft der vier Beatles Risse, lange bevor McCartney an jenem Tag das Ende der Band mit seinem Ausstieg besiegelt. Lennons anhaltende Drogenprobleme, der Tod von Epstein und der neue Manager Allen Klein, mit dem nicht alle einverstanden waren, sind nur einige der Gründe, über die heute spekuliert wird. Im April 1970 begründet McCartney es nur so: "Persönliche Differenzen, geschäftliche Differenzen, musikalische Differenzen, aber vor allem, weil ich mehr Zeit mit meiner Familie haben will." Auf die Frage, ob er und Lennon ihre legendäre Arbeit als Songwriting-Partner irgendwann wieder aufnehmen würden, antwortet er mit einem simplen "Nein".

9. Oktober 1975

An Lennons 35. Geburtstag wird Sean geboren, sein zweiter Sohn nach Julian aus der Ehe mit Cynthia Powell. Anders als bei Julian, für den er nie viel Zeit gehabt haben soll, ist Lennon für Sean ein aufopfernder Vater. Sean tritt später in die Fußstapfen seines Vaters und wird Musiker. 2012 gaben er und die drei weiteren Beatles-Sprösslinge James McCartney, Dhnai Harrison und Jason Starkey Pläne bekannt, ihre eigene Band zu gründen. Auf "The Beatles - The Next Generation" warten Fans bis heute.

8. Dezember 1980

Unmittelbar vor dem Eingang seiner Wohnung in New York wird Lennon von einem obsessiven Fan namens Mark David Chapman erschossen. Chapman hat seine Tat monatelang geplant. Er lässt sich widerstandslos festnehmen und plädiert entgegen Anraten seines Anwalts auf schuldig, was ihm eine lebenslange Haftstrafe einbringt. Bis heute sitzt er im Gefängnis. Ein Antrag auf Bewährung wurde 2012 abgelehnt.

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