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09/10/2015 03:21 CEST | Aktualisiert 14/10/2015 08:54 CEST

Brustkrebsmonat Oktober: Diese 6 Gewohnheiten erhöhen dein Brustkrebsrisiko

Im Alltag lauern viele versteckte Gefahren, die das Risiko für eine Brustkrebserkrankung erhöhen, obwohl sie leicht vermeidbar wären. Jede Frau sollte sie kennen.

Deshalb haben wir hier die 6 täglichen Gewohnheiten zusammengestellt, die dein Risiko für eine mögliche Krankheit erhöhen

Antibabypille:

Das Hormon Estrogen wird eingesetzt, um ungewollte Schwangerschaften zu verhindern. Eine Studie aus dem Journal "Cancer Research" mit Frauen zwischen 20 und 49 Jahren fand jedoch heraus, dass die orale Einnahme von Verhütungsmitteln, abhängig von der Formel, in Zusammenhang mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko steht.

Entscheidend dafür ist die Estrogendosis. 50 oder mehr Mikrogramm standen in Verbindung mit einem höheren Brustkrebsrisiko. Geringe Dosen mit 20 Mikrogramm dagegen nicht. Um sicher zu gehen, wie viel Mikrogramm die Pillen enthalten, fragt einen Arzt.

Der Verzicht auf das Stillen:

Möglicherweise besitzen Frauen, die nicht stillen, ein höheres Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Eine Studie des medizinischen Journals Lancet analysierte 47 wissenschaftliche Studien zu dem Thema und kam zu dem Ergebnis, dass Stillen das Krebsrisiko verringert.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie im Journal des Nationalen Krebsinstituts bekräftigt diese Erkenntnis. Mehr noch: Die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Brustkrebserkrankung ist bei Stillenden um 30 Prozent geringer und das Todesrisiko ist um 28 Prozent reduziert. Je länger eine Frau stillt, desto geringer war ihr Brustkrebsrisiko im Vergleich mit Frauen, die ihr Kind nicht oder nur kurz gestillt haben.

Hüftgold:

Eine Studie im BMJ Open Journal fand heraus, dass Frauen, die zwischen dem 20. und 60. Geburtstag in jedem Jahrzehnt eine größere Kleidergröße um die Taille benötigten, ein um 33 Prozent höheres Brustkrebsrisiko haben. Je größer die Zunahme der Größe, desto höher das Risiko.

Die Rockgröße gibt Auskunft über die Fettmenge am Bauch und deutet an, dass es eine Verbindung zwischen Körpergewicht und Brustkrebs gibt. Bislang ist unbekannt, welchen Zusammenhang es genau zwischen dem Bauchfett und Brustkrebs geben könnte. Wissenschaftler vermuten, dass Fett an der Taille stoffwechselbedingt aktiver ist als anderes Fettgewebe.

Alkohol:

Dass Alkoholkonsum eine Menge Risiken birgt, ist längst kein Geheimnis mehr. Langfristig kann er auch das Brustkrebsrisiko erhöhen. Bereits fünf bis zehn Gramm Alkohol pro Tag oder drei bis sechs Weingläser in der Woche erhöhten das Krebsrisiko um 15 Prozent, wie eine Studie im Journal der amerikanischen Medizingesellschaft enthüllte. Übrigens: Eine 10 prozentige Zunahme des Alkoholkonsums erhöht auch das Krebsrisiko um 10 Prozent.

Spätes Essen:

Wer zu den immer gleichen Zeiten und früh zu Abend isst, der kann das Brustkrebsrisiko reduzieren. Der Grund dafür: Glukose gelangt durch die Nahrung in den Blutstrom und wird mit Hilfe von Insulin den Körperzellen zugeführt um den Körper mit Energie zu versorgen. Fehlendes Insulin kann zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen und diesen konstant hoch halten. Dies führt zu einem erhöhten Risiko für Brustkrebs, wie eine Studie des Journals " Cancer Epidemiology, Biomarkers und Preventions" herausfand.

Nachtschichten:

Frauen, die in Nachtschichten arbeiten, haben ein bis zu vier Mal höheres Brustkrebsrisiko als Arbeiterinnen ohne Nachtschicht. Das fand eine Studie aus dem Journal "Occupational and Environmental Medicine" heraus.

Wissenschaftler spekulieren, dass dies mit dem Hormonspiegel zu tun hat. Nachtschichten beeinflussen den Körperrhythmus negativ, da Nachtarbeiter am Tag schlafen. Der natürliche Tagesrhythmus und der Melatoninspiegel werden dabei verändert. Melatonin ist verantwortlich für die Regulation der Schlaf-Wach-Zyklen. Bei Brustkrebspatientinnen wurden geringere Melatoninspiegel festgestellt als bei gesunden Frauen.

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