POLITIK
08/10/2015 02:35 CEST

IW-Chef: "Flüchtlinge sind ein kleines Konjunkturprogramm"

DPA
Michael Hüther sieht die Flüchtlingszahlen positiv

"Was wird uns das kosten?", fragen sich viele Deutsche angesichts der hohen Flüchtlingszahlen. Viele Kritiker der deutschen Asylpolitik fürchten, dass durch die vielen Einwanderer die Löhne zurückgehen und die Wirtschaft belastet werden könnten.

Eine ganz andere Ansicht vertritt der Chef des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther. Er sagt, die Flüchtlinge seien wie ein "kleines Konjunkturprogramm". "Denn der Staat pumpt jetzt viele Milliarden für die Versorgung der Flüchtlinge in die Wirtschaft", sagte Hüther der "Rheinischen Post".

Ausgaben für die Flüchtlinge würden die deutsche Wirtschaft ankurbeln. "Diese Ausgaben versickern nicht im Ausland, sondern schaffen im Inland neues Geschäft und neue Arbeitsplätze", betonte der Chef des arbeitgebernahen Instituts. Auch Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater sagte der Zeitung, wegen der milliardenschweren Mehrausgaben für Flüchtlinge seien "einige wenige Zehntelpunkte zusätzliches Wachstum" für die Jahre 2015 und 2016 zu erwarten.

Das Geld steht schon bereit. Der schwarz-rote Koalitionsausschuss hatte im September beschlossen, für die Flüchtlingshilfe im Bundeshaushalt 2016 drei Milliarden Euro bereitzustellen und weitere drei Milliarden Euro an Länder und Kommunen zu geben.

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