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07/10/2015 02:21 CEST | Aktualisiert 07/10/2015 02:29 CEST

Kuss als Auslöser: Polizei muss Tumult in Asylunterkunft verhindern

dpa
Erstaufnahmelager für Flüchtlinge in Friedland (Niedersachsen)

Ein Kuss hat offenbar eine aggressive Auseinandersetzung in einer Flüchtlingsunterkunft ausgelöst. Ein Iraker aus dem niedersächsischen Erstaufnahmelager Friedland soll im Supermarkt einer verheirateten Afghanin einen Kuss auf die Wange gegeben haben - gegen deren Willen, berichtete die "Hannoversche Allgemeine".

Der Ehemann, die Frau und ein weiter Flüchtling hätten den Iraker in der Unterkunft danach maßregeln wollen, heißt es in dem Bericht. Die 28-jährige habe dem 52-jährigen Iraker gegen das Schienbein getreten.

Innerhalb kurzer Zeit standen sich etwa 100 Flüchtlinge beider Nationalitäten gegenüber. Die Stimmung sei aufgeheizt und aggressiv gewesen, sagte am Dienstag eine Polizeisprecherin. Eine Eskalation hätten im Lager stationierte Bereitschaftspolizisten mit Unterstützung von Beamten aus der Region verhindern können. Dabei setzen die Beamten teilweise auch Schlagstöcke ein.

Insgesamt waren rund 90 Polizisten im Einsatz. Nach den Auseinandersetzungen am späten Montagabend wurden mehrere Strafverfahren wegen Körperverletzung und Beleidigung eingeleitet.

Der Vorfall zeigt, wie viel Arbeit noch vor Deutschland liegt. Denn der Grund der Auseinandersetzung und die Frontenbildung deutet darauf hin, dass noch viel Integrationsarbeit nötig sein wird. Außerdem trägt die Überfüllung in vielen Erstaufnahmeeinrichtungen dazu bei, aggressive Stimmung zu fördern.

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