POLITIK
07/10/2015 11:22 CEST | Aktualisiert 07/10/2015 12:22 CEST

Gysi fordert Jugendquote für den Bundestag – und eine Auszeit für junge Politiker (EXKLUSIV)

Gregor Gysi
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Gregor Gysi

Die Jusos haben Anfang der Woche einen wegweisenden Vorschlag gemacht, damit die Meinung junger Menschen in Parlamenten besser vertreten wird. "Wir brauchen eine Jugendquote", forderte die Chefin der SPD-Nachwuchsorganisation, Johanna Uekermann, im Interview mit der Huffington Post. Parteien müssten einen Teil ihrer vorderen Listenplätze bei Wahlen für junge Menschen reservieren.

Aber wenn junge Menschen fordern, dass junge Menschen mehr Einfluss bekommen, ist das die eine Sache. Richtig Schwung bekommt die Forderung, wenn etablierte Politiker sie unterstützen. Und Unterstützung bekommen die Jusos jetzt von Gregor Gysi, dem noch amtierenden Fraktionschef der Linken.

Auch Gysi fordert die Einführung einer Jugendquote für den Bundestag. "Ich bin dafür, dass junge Leute mit Hilfe einer Quote in Parlamente gewählt werden", sagte er der Huffington Post. Parteien müssten einen Teil ihrer vorderen Listenplätze bei Wahlen für junge Menschen bis 30 reservieren.

Junge Menschen, die mithilfe einer solchen Quote in den Bundestag kämen, bräuchten allerdings nach einer Weile eine Auszeit, sagte Gysi. "Ich bin dafür, dass sie nach einer bestimmten Zeit in eine völlig andere berufliche Tätigkeit wechseln", sagte der Linke-Politiker.

"Nach einer dort abgelaufenen Zeit können sie dann wieder zurückkehren. Wenn jemand ab dem 18. Lebensjahr ohne Unterbrechung bis zur Rente im Bundestag sitzt sieht er am Schluss aus wie eine Bundestagsdrucksache."

Auch Uekermann hatte im Interview gesagt, dass der Politikbetrieb eine "schnelle Alterung" begünstige – und aus jungen Politikern oft ziemlich schnell angepasste Politiker würden.

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