LIFE
06/10/2015 13:40 CEST | Aktualisiert 21/01/2018 12:04 CET

Ein Kind wurde durch einen Unfall innerlich geköpft - und überlebte

Die kleine Familie erlitt einen schweren Autounfall.
Facebook/Taylor
Die kleine Familie erlitt einen schweren Autounfall.

Rylea Taylor aus Queensland in Australien ist durch die Hölle gegangen: Die junge Mutter fuhr mit ihren beiden Kindern Shane und Jackson auf der Rückbank am Vormittag des 15. Septembers nichtsahnend eine Straße entlang, als ein Wagen mit drei leichtsinnigen Teenagern frontal in ihr Auto krachte – mit etwa 110 Stundenkilometern.

Als Rylea wieder zu sich kam, war ihre 9-jährige Tochter noch bewusstlos und ihr 16 Monate alter Sohn schrie um sein Leben. Sie kämpfte sich aus ihrem Sitz und versuchte, ihre blutenden Kinder aus dem Autowrack zu bergen. Als sie den kleinen Jackson in ihre Arme nahm, merkte sie, dass sein Genick gebrochen war.

Hilflos hielt sie ihre Kinder fest.

Rylea sagte ihnen, dass alles wieder gut werden würde, während sie auf den Notarzt warteten.

Im Krankenhaus in Brisbane erfuhr die verzweifelte Mutter, dass nicht nur Jacksons Genick gebrochen war: Seine Halswirbel waren durch die Stärke der Kollision nicht mehr verbunden und sein Kopf deshalb vom Rest des Körpers getrennt. Jackson wurde durch diesen Unfall „innerlich geköpft“.

Normalerweise überleben Kinder in Jacksons Alter so eine schwere Verletzung nicht.

"Und selbst wenn man sie wiederbeleben könnte, würden sie wohl nie wieder alleine laufen oder atmen können", erklärte Chirurg Dr. Geoff Askin, der Jacksons Operation betreute.

Er und seine Kollegen kämpften sechs Stunden lang um sein Leben – und sie schafften das Unmögliche: Mit einem Draht und einem Stück seiner Rippen konnten sie die Halswirbel wieder verbinden.

Nach drei Tagen wachte Jackson wieder auf.

Und mit jedem Tag ging es ihm besser. Jetzt kann er schon wieder laufen und lachen. Der Kleine muss nur noch eine kleine Stützkonstruktion tragen, die seinen Kopf und die Wirbelsäule zusammenhält, bis alles vollständig geheilt ist. In etwa acht Wochen wollen die Ärzte die Stützkonstruktion wieder entfernen – und dann kann Jackson ein ganz normales gesundes Leben führen.

Es ist ein Wunder“, sagt Rylea. Sie ist glücklich, dass ihre Kinder einen so schweren Unfall überlebt haben.

Denn auch Jacksons Schwester Shane erholte sich nach einer langen Operation wieder – sie hatte bei dem Unfall innere Verletzungen erlitten.

Aber nicht jeder kann so viel Glück haben.

Deswegen hat Rylea Taylor jetzt eine wichtige Botschaft: Sie fordert in einer Petition härtere Strafen für rücksichtslose Raser auf australischen Straßen.

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Irish Setter harrte acht Tage lang an Unfallstelle aus: Sie wich ihr nicht von der Seite - Treue Hündin rettet Freundin das Leben

Hier geht es zurück zur Startseite