ENTERTAINMENT
06/10/2015 04:27 CEST | Aktualisiert 06/10/2016 07:12 CEST

Schlappe vor Gericht: AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd

ddp images
Phil Rudd hat vor Gericht erfolglos Berufung gegen das Urteil vom Juli eingelegt.

AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd (61) muss eine Schlappe vor Gericht hinnehmen, so berichtet unter anderem "3news.co.nz". Er hatte sich schuldig für den Ausspruch einer Morddrohung und Drogenbesitz bekannt. Nun legte er Berufung gegen das Urteil vom Juli, u.a. acht Monate Hausarrest, ein.

Sein Anwalt wollte geltend machen, Rudd habe finanziell erheblich gelitten, weil er nicht mit AC/DC auf Tour gehen konnte. Die Strafe sei überzogen, hieß es.

Das sieht der zuständige Richter, der die Berufung ablehnte, offenbar anders: Auch mit dem Urteil wäre es Rudd möglich, als Musiker zu arbeiten, bei Konzerten in Neuseeland und anderen Ländern. Das Gericht sehe zwar eine Gefahr für Rudd, durch den Schuldspruch deutlich an Einkommen einzubüßen, dafür müssten aber zwei Dinge passieren: Erstens müsste die Band überhaupt mit ihm planen und zweitens müsste der Schuldspruch ihn daran hindern, mit ihnen auf Tour zu gehen. Keines von beiden sei sicher, so der Richter: "Es ist alles andere als klar, ob die Band Rudd zum Zeitpunkt der Tat überhaupt haben wollte, bedenkt man seine Drogensucht und seine Geistesverfassung."

Noch im August hatte Rudd verkündet, er wolle seinen Platz bei AC/DC von seinem Nachfolger zurückerobern: "Chris Slade ist ein guter Drummer, aber ich habe keine Ahnung, was er da auf der Bühne macht", sagte er laut "nme.com" in einer neuseeländischen TV-Show über seinen Vertreter auf der jüngsten Welt-Tournee. "Er hat keinen festen Job da - hoffe ich. Ich bin ihr Mann."