POLITIK
04/10/2015 12:08 CEST | Aktualisiert 04/10/2015 18:01 CEST

„Parallelwelt aus Drogen und Gewalt: Das ist Deutschlands schlimmstes Zeltlager"

dpa
„Parallelwelt aus Drogen und Gewalt: Deutschlands schlimmestes Zeltlager"

„Deutschlands größtes Zeltlager versinkt in einem Sumpf aus Drogenhandel, Frauenverachtung und Gewalt. Täglich kommt es zu sexuellen Übergriffen, Angriffen auf Polizisten und schweren Körperverletzungen durch zugereiste Gewalttäter. Die Politik trägt Mitschuld an dem Chaos. Und die Presse schweigt!“

So beginnt ein aktueller Blog auf „Schantall und Scharia“. Gemeint ist: das Oktoberfest, die Wiesn.

Der Journalist und Islamwissenschaftler Fabian Köhler lässt der Einleitung ganz nüchtern Auszüge aus dem Münchner Polizeibericht folgen. Die illustrieren, dass es schon reichlich absurd ist, sich über unbotmäßige Flüchtlinge aufzuregen, wenn das größere Chaos ganz offiziell stattfindet.

Hier sind einige der Polizeimeldungen der vergangenen zwei Wochen zum Münchner Oktoberfest:

„Eine angetrunkene 35-jährige mexikanische Wiesnbesucherin trat ... im Bereich des Bavariarings einem helfenden Rettungssanitäter in den Schritt und seinem Kollegen gegen das Schienbein.“

„Am Samstag ... bat ein 23-jähriger Franzose Zivilbeamte der Festwiesnwache um Feuer, um seinen Joint anzünden zu können.“

„Am Donnerstag ... saß ein 48-jähriger Wiesnbesucher in einem Festzelt mit einer 21-Jährigen und einer 27-jährigen Studentin am Tisch und belästigte diese. Er fasste zunächst der 21-Jährigen ans Gesäß und anschließend ihrer Kommilitonin unters Dirndl, außerdem biss er der 27-Jährigen einmal schmerzhaft in den Finger. Nachdem er durch die beiden Frauen mehrfach aufgefordert wurde dies zu unterlassen, bedrohte er einen weiteren Wiesnbesucher ...“

„Am Samstag ... lag eine 25-jährige Italienerin betrunken auf dem Hügel und schlief dort. Durch Taschendiebfahnder aus der Schweiz konnten drei junge afghanische Männer gegen 21.10 Uhr festgestellt werden, die der Italienerin den Geldbeutel entwendeten.“

„Drei ungarische Männer im Alter zwischen 21 und 27 Jahren konnten am Samstag ... durch Taschendiebfahnder aus Berlin beobachtet werden, als sie zwei schlafenden Wiesnbesuchern in die Hosentaschen griffen. Da sie bei den beiden Schlafenden nichts Stehlenswertes fanden, ließen sie von ihnen ab.“

„Einem 28-jährigen Ukrainer wurde am Samstag, 26.09.2015, gegen 11.45 Uhr, sein filmisches Hobby zum Verhängnis. Er wollte mit einer Drohne und einer anmontierten Kamera Luftaufnahmen vom Oktoberfest machen und ließ diese schließlich im Bereich unter der Bavaria aufsteigen. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Luftverkehrsgesetz.“

„Ein 21-jähriger amerikanischer Soldat gelangte aus bislang unbekannten Gründen am Samstag ... auf das Dach eines Festzeltes. Da der Soldat hochgradig alkoholisiert war, bestand die Gefahr des Herunterfallens.“

„Taschendiebfahnder aus Genf und München beobachteten am Freitag ... drei italienische Wiesnbesucher, wie sie sich zu einem Schlafenden auf dem Hügel gesellten und ihm aus der Tasche das Handy entwendeten. Wenig später erwachte der Bestohlene und ... bekam von den Tätern sein verlorenes Handy wieder ausgehändigt. Hierfür zahlte er Finderlohn.“

„Am Montag ... gerieten ein 33-jähriger Deutscher und ein 31-jähriger Australier in einem Festzelt in Streit. Im weiteren Verlauf schlug der 33-Jährige mit einer Schwenkbewegung den Maßkrug dem Australier ins Gesicht.

Aber irgendwie brauchen einen all dieese Meldungen nicht zu wundern. Wenn es schon offiziell so martialisch zu geht:

„Eröffnung des 182. Oktoberfest mit zwei Schlägen.“

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200 Menschen aus Deutschland, darunter Politiker, Schauspieler, Musiker, Studenten und andere Menschen haben in der Huffington Post ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Flüchtlingen in Deutschland zugerufen: "Willkommen, gut, dass ihr hier seid, weil..."

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