POLITIK
03/10/2015 12:41 CEST | Aktualisiert 03/10/2015 13:06 CEST

US-Angriff auf Klinik von "Ärzte ohne Grenzen": Zahl der Toten steigt auf 16

dpa

Bei dem US-Bombenangriff auf eine Klinik der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) in der nordafghanischen Stadt Kundus sind nach neuen Angaben mindestens 16 Menschen getötet worden. Weitere 37 Menschen seien zum Teil schwer verletzt, teilte MSF-Sprecherin Christiane Winje am Samstagnachmittag in Berlin mit.

Der Angriff macht fassungslos. Der Sprecher der Nato-Mission in Afhganistan, Sernando Estreooa, erklärte dazu: "Die US-Streitkräfte haben am 3. Oktober um 2.15 Uhr Ortszeit einen Luftangriff nahe der Einrichtung durchgeführt, wo einzelne Personen die Truppen bedrohten."

Das Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen bietet kostenlose chirurgische Behandlungen für Konflikt- und Unfallopfer an. Bei vielen Patienten können durch solche Eingriffe Amputationen von verletzten Gliedmaßen verhindert werden.

Ärzte ohne Grenzen ist seit 1980 in Afghanistan tätig. Im August 2011 wurde die Klinik in Kundus mit 55 Betten eröffnet, die zuletzt über mehr als 90 Betten verfügte. Rund 400 afghanische und zehn internationale Mitarbeiter arbeiten dort. In das Krankenhaus kommen Patienten aus allen umliegenden Provinzen. Gerade in Phasen intensiver Kämpfe ist der Weg dorthin sehr gefährlich.

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