POLITIK
02/10/2015 10:13 CEST | Aktualisiert 02/10/2015 11:24 CEST

Hier ist wohl der Beweis, dass die #refugeeswelcome-Aktion der "Bild" scheinheilig war

Erinnern wir uns kurz, was vor zwei Wochen geschah: Die "Bild"-Zeitung wollte, dass alle Spieler der Fußball-Bundesliga das Logo der Flüchtlings-Aktion der Zeitung mit dem Titel "Wir helfen – #refugeeswelcome" auf dem Trikot tragen.

Die meisten Vereine machten mit. Aber ein paar Klubs wollten sich lieber raushalten, allen voran der FC St. Pauli. Der Verein engagiere sich bereits auf zahlreichen anderen Wegen für Flüchtlinge, so die offizielle Argumentation.

St.-Pauli-Fans dagegen sahen den Grund in der "Bild"-Zeitung selbst – und in der Tatsache, dass die vor nicht allzu langer Zeit dem Thema Einwanderung noch nicht so offen gegenübergestanden habe. Sie hielten die flüchtlingsfreundliche Politik der "Bild" für eine vorübergehende Marketing-Aktion. Für Scheinheiligkeit.

Und sie lagen damit wohl richtig – wenn man sich den "Bild"-Titel vom Mittwoch dieser Woche anschaut:

Wie war das mit #refugeeswelcome?

Posted by HuffPostDE Politik on Freitag, 2. Oktober 2015

Keine Frage: Es läuft nicht alles gut in der deutschen Asylpolitik, insbesondere bei den Abschiebungen gibt es Probleme. Darauf darf man hinweisen. Aber nicht so reißerisch, wie es die "Bild" hier getan hat. Zumindest nicht, wenn man gleichzeitig ernst genommen werden möchte mit einer Aktion namens "#refugeeswelcome".

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200 Menschen aus Deutschland, darunter Politiker, Schauspieler, Musiker, Studenten und andere Menschen haben in der Huffington Post ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Flüchtlingen in Deutschland zugerufen: "Willkommen, gut, dass ihr hier seid, weil..."

Seit dieser Aktion erreichen uns täglich weitere Dutzende Beiträge zu diesem Thema. Wenn Sie sich an der Diskussion mit einem eigenen Artikel beteiligen wollen, schreiben Sie an blog@huffingtonpost.de.

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