WIRTSCHAFT
02/10/2015 18:19 CEST | Aktualisiert 02/10/2015 18:25 CEST

Fifa: Coca-Cola und McDonald's fordern sofortigen Blatter-Rücktritt

Getty
Fifa-Chef Blatter

So schön die Vorstellung wäre, dass Geld keine Rolle im Sport spielen könnte: Sie ist natürlich undenkbar. Vielleicht freuen sich aber jetzt ausnahmsweise sogar mal alle Sportfans darüber, dass zwei mächtige Geldgeber ihren Einfluss geltend machen wollen. Denn es geht um den Weltfußballverband Fifa – und um den extrem umstrittenen Präsidenten Joseph Blatter.

Zwei gewichtige Sponsoren der Fifa – Coca-Cola und McDonald's – fordern Blatter zum sofortigen Rücktritt auf. "Mit jedem Tag, der vergeht, werden das Bild und der Ruf von der FIFA weiter befleckt", hieß es am Freitag vom Getränkehersteller Coca-Cola.

"Wir glauben, dass es im Interesse des Spiels wäre, wenn Blatter sofort zurücktreten würde, so dass der Reformprozess mit der Glaubhaftigkeit geführt werden kann, die notwendig ist", schrieb der Konzern McDonald's.

Vor einer Woche hatte die Schweizer Bundesanwaltschaft mitgeteilt, dass gegen Blatter "ein Strafverfahren wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung sowie - eventualiter - wegen Veruntreuung eröffnet" wurde.

Ob Blatter sich von der Drohung beeindrucken lässt? Fraglich. Andererseits haben Sponsoren im Fußball-Geschäft eben viel Macht. Wenn Coca-Cola und McDonald's dem Verband die Zuschüsse entziehen – und vielleicht noch weitere Unternehmen folgen –, wird die Fifa das nicht so einfach wegstecken können. Ein gutes Zeichen setzen die beiden Firmen jedenfalls.

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