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30/09/2015 05:59 CEST | Aktualisiert 30/09/2015 06:18 CEST

Springer-Verlag muss 635.000 Euro an Ex-Wettermoderator Kachelmann zahlen

Jörg Kachelmann
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Jörg Kachelmann

Das Landgericht Köln hat den Springer-Verlag dazu verurteilt, 635.000 Euro Schmerzensgeld an Ex-Wettermoderator Jörg Kachelmann zu zahlen. Das bestätigten am Mittwoch sowohl der Anwalt des Fernsehmoderators, Ralf Höcker, als auch eine Sprecherin der Axel Springer SE. Grund ist die Berichterstattung der "Bild"-Zeitung.

"Herr Kachelmann musste die schlimmste Hetzkampagne der deutschen Presserechtsgeschichte über sich ergehen lassen", sagte Höcker. "Sein Ruf wurde durch "Bild" & Co. vollständig ruiniert. Dieses Urteil ist die Quittung. Es wird hoffentlich abschreckende Wirkung auf den Boulevard haben."

Auf den Springer-Verlag kommt die die höchste Entschädigungssumme zu, die jemals in einem solchen Verfahren gezahlt wurde. Kachelmann war 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. Er sieht sich durch die Prozess-Berichterstattung weiter Teile der Medien verleumdet.

Der Springer-Konzern hatte vor der Entscheidung bereits mitgeteilt, im Falle einer Verurteilung Berufung beim Oberlandesgericht Köln einlegen zu wollen.

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