POLITIK
29/09/2015 17:19 CEST | Aktualisiert 30/09/2015 23:09 CEST

Die wohl unglaublichste Flüchtlingsroute: über den Polarkreis, mit dem Fahrrad

Thinkstock
Die Gegend um Murmansk

Die Routen, auf denen Flüchtlinge Europa erreichen, sind inzwischen bekannte Begriffe: die Balkan-Route etwa, oder die Mittelmeer-Route. Tausende Menschen kommen so jeden Tag nach Europa, per Schiff, Auto, Lastwagen, zu Fuß.

Es gibt aber auch eine andere Variante - die erst einmal absurd klingt: Sie führt bis über den Polarkreis – und wird teils mit dem Fahrrad zurückgelegt. Der "Weltspiegel" der ARD hat sich diese Route näher angesehen.

Zu Fuß ist der Grenzübertritt verboten

Vor allem wohlhabende Syrer, so heißt es, die Beziehungen nach Russland hätten, wählten diesen Weg. Aufgrund ihrer Kontakte bekämen sich leichter ein Visum für Russland - und flögen erst einmal nach Moskau. Und später dann nach Murmansk im russischen Nordwesten, meist mit dem Nachtflug. Mit dem Taxi gehe es zur Grenzstadt Nikel, einer ehemalige Industriestadt der Sowjetunion. Und dort, nördlich des Polarkreises, kommen die Fahrräder zum Einsatz.

Für bis zu 300 Euro kauften die Flüchtlinge die Zweiräder vor Ort, berichtet der "Weltspiegel". Denn ohne Fahrrad geht es nicht.

Der Grund ist eine russische Vorschrift: Die Landesgrenze darf man nicht zu Fuß übertreten. Und Autofahrer, die die Flüchtlinge mitnehmen, machten sich als Schlepper strafbar, so zitieren Reporter die norwegische Grenzpolizei. Bleibt also das Fahrrad.

Hunderte Fahrräder soll die Polizei im norwegischen Kirkenes so schon gesammelt haben, etwa 20 weitere kämen jeden Tag hinzu.

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200 Menschen aus Deutschland, darunter Politiker, Schauspieler, Musiker, Studenten und andere Menschen haben in der Huffington Post ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Flüchtlingen in Deutschland zugerufen: "Willkommen, gut, dass ihr hier seid, weil..."

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