LIFE
28/09/2015 06:24 CEST | Aktualisiert 28/09/2015 07:38 CEST

Diese Bilder von Pornostars zeigen, wie es bei den Dreharbeiten wirklich zugeht

Hemmungslos, dreckig, verrucht. Eine Branche, die verboten gehört. Das denken viele über das Pornobusiness. Für die einen sind Pornofilme abstoßend und Männersache, also nichts, was in Beziehungen zum Thema werden sollte. Für andere erfüllen Pornofilme sexuelle Fantasien, sind Lustanreger oder Mittel zur Überbrückung partnerloser Phasen.

Doch wie sieht es eigentlich hinter den Kulissen dieser vermeintlich schmutzigen Industrie aus? Die französische Fotografin Sophie Ebrard zeigt mit ihren Bildern eine Seite der Branche, die wir für gewöhnlich nicht zu Gesicht bekommen. „It’s Just Love“ dokumentiert überraschend normale Szenen hinter der Schmuddel-Fassade.

Vier Jahre lang hat Ebrard einen Porno-Produzenten um die Welt begleitet. Auf einer Swingerparty traf Ebrard den Produzenten Gazzman. Die junge Fotografin war gerade auf der Suche nach einem Pärchen für ihr neues Projekt. Im Gespräch konnte sie den Produzenten überzeugen und durfte als inoffizielle Fotografin das Set seines neuen Films besuchen. Und das kam dabei heraus.

Mit ihren Fotografien will uns Ebrard die Augen öffnen. Denn hinter den Kulissen der Porno-Industrie verbirgt sich eigentlich ein ganz normales Business, das vergleichbar mit jedem anderen ist. Den Text lernen, das Licht ausrichten, die Kabel halten, die Location herrichten, seine Kleider in der Garderobe bügeln. Alles Dinge, die genau so auch an jedem anderen Filmset passieren könnten.

Es gibt aber auch dunklere Seiten der Pornoindustrie. „Die Pornografie ist eine Welt, in der Freundschaften an Machtkämpfen zerbrechen und deine einst liebende Familie deine Karriere unter den Teppich kehrt, trotz Ruhm und Reichtum. Eine Welt, in der man schnell Erwachsen wird und nicht mehr zurück kann. In der es keine Lebensläufe gibt. Und die Welt behandelt dich entweder als Freak oder als schmutziges kleines Geheimnis“, heißt es in einem Artikel auf der Internetseite "dazeddigital.com" über Ebrards Beobachtungen.

In den vier Jahren, in denen sie Gazzman begleitete, wurden die Darsteller für Ebrard eine Art Familie. Ebrard hat laut eigener Aussage ihre Vorurteile abgelegt und die menschliche Seite der Porno-Industrie entdeckt. Das zeigt sie auch, indem sie ihren zweijährigen Sohn durch ihre Ausstellung in Amsterdam laufen lässt. Denn für sie haben die Bilder nichts Verbotenes.

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