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28/09/2015 06:29 CEST | Aktualisiert 28/09/2015 08:20 CEST

Nach ernüchternder Halbzeitbilanz: 5 Anzeichen, warum die Wiesn dieses Jahr nicht in Schwung kommt

Die Zelte sind voll, aber sonst?
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Die Zelte sind voll, aber sonst?

"O'Zapft is" heißt es gerade zum 182. Mal in München. Doch nach der ersten Woche ist die Wiesn in diesem Jahr noch nicht so recht in Schwung gekommen. Während sich Polizei und Notärzte über weniger Einsätze als sonst sicherlich nicht beklagen, haben vor allem die Schausteller und teilweise auch die Wirte mit Umsatzeinbußen zu kämpfen.

Manche Experten sprechen gar von der "bislang schlechtesten Wiesn seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001". Die Zahlen, die die Stadt München am Wochenende veröffentlicht hat, geben ihnen Recht:In der ersten Woche besuchten nur etwa drei Millionen Menschen die Wiesn, das waren etwa 300.000 weniger als 2014. Vor zwei Jahren wurden zur Wiesn-Halbzeit sogar noch schätzungsweise 3,5 Millionen Besucher auf dem weltgrößten Volksfest gezählt.

Hier sind 5 Anzeichen, dass dieses Jahr die schwächste Wies'n seit mehr als zehn Jahren ist:

1. Der Ansturm auf die Festzelte war bislang geringer als sonst

„So einen ersten Wiesn-Samstag hab ich noch nicht erlebt, es war deutlich weniger los als vergangenes Jahr“, sagte die Wirtin des Armbrustschützenzelt, Katharina Inselkammer, im Gespräch mit "Focus Online". Auch in anderen Zelten sagen die Wirte, dass vor allem in den Biergärten bisher weniger Gäste waren als sonst. Trotzdem sind die Gastronomen zuversichtlich, dass sich die Umsatzeinbußen bis zum Ende des Festes im Rahmen halten.

2. Das kalte Wetter verdirbt die Lust auf Achterbahn und Riesenrad

Die Schausteller sprechen von einer eher durchwachsenen ersten Woche auf der Theresienwiese. Grund hierfür ist vor allem das Wetter. Bei kühleren Temperaturen hält sich die Lust der Besucher auf die vielen Fahrgeschäfte in Grenzen.

3. Es herrscht weniger Gedränge

Hunger und Durst haben die Oktoberfestbesucher bekanntlich immer. Doch läuft man über das Festgelände wird eines klar: Es ist weniger Gedränge, man kann sich freier bewegen. Ein Zustand, der laut den Schaustellern und Gastronomen in den vergangenen Jahren ganz anders war.

4. Die Züge sind leer

Waren in den vergangenen Jahren die Züge in Richtung München zumeist brechend voll, sind sie in diesem Jahr zumeist nur zu Hälfte gefüllt. Wiesnwirt-Sprecher Lorenz Stiftl sagte "FOCUS-Online": "Die Bahn hat mit Sicherheit 50 bis 70 Prozent weniger Fahrgäste", erklärte Stiftl. Zudem macht sich die Sperrung der Bahnlinie zwischen München und Salzburg auf die Besucherzahlen bemerkbar

5. Die ausländischen Gäste bleiben aus

Viele Gastronomen und Schausteller beklagen, dass in diesem Jahr vor allem die Gäste aus dem Ausland eher ausbleiben würden. Aktuell wären in der Stadt bis zu 2.000 Hotelzimmer frei. Ein Grund dürften die wiedereingeführten Grenzkontrollen sein, die viele Gäste abschrecken würden.

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