18/09/2015 07:33 CEST | Aktualisiert 18/11/2015 04:40 CET

Diese 10 Dinge macht ihr alle bei euren Passwörtern falsch!

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Mein Passwort ist absolut sicher - denken die meisten. Dass aber das Geburtsdatum, eine Kombination aus Vor- und Nachname oder die obligatorischen 123456-Passwörter überhaupt keine Sicherheit bieten, sollte wohl klar sein. Gemeinsam mit den O2 Gurus zeigen wir euch die größten Fehler bei Passwörtern und geben einfache Tipps, wie ihr euch besser schützen könnt.

Tja, was nehm ich denn da am besten...? Jedes Mal, wenn wir uns bei einem Anbieter im Internet registrieren, müssen wir ein persönliches Passwort vergeben. Keine Frage, das ist absolut notwendig und wichtig, allerdings fällt es vielen PC-Nutzern schwer, ein sicheres Passwort zu generieren. Da es quasi unmöglich ist, sich das Passwort für jeden Zugang, den man besitzt, zu merken, vergeben wir häufig das gleiche Passwort für unterschiedliche Accounts. Spezialisten halten das für absolut gefährlich und fahrlässig, denn auf diese Weise machen wir es den Hackern leicht, unsere Accounts zu knacken und unsere Daten zu stehlen und zu missbrauchen.

Hier erfahrt ihr, welches die größten No-Gos beim Erstellen des Passwortes sind und worauf ihr in Zukunft achten solltet, um sicher im Internet unterwegs zu sein.

1. Das Passwort ist sehr kurz

Erinnerst du dich an das Spiel “Galgenmännchen”? Hier müssen verschiedene Buchstaben ausprobiert werden, um ein zuvor festgelegtes Wort zu entschlüsseln. Ein ähnliches Prinzip wenden auch Hacker an. Sie testen unterschiedliche Variationen durch, um die richtige Kombination zu bekommen. Wie beim Spiel “Galgenmännchen” ist auch für die Hacker ein Passwort mit wenigen Zeichen schneller und leichter zu knacken als eines mit mehreren Zeichen. Überlege dir also am besten ein Passwort mit mindestens 12 Zeichen.

2. Es wird nur eine Zeichenart verwendet

Verwendest du bei deinem Passwort nur kleine oder große Buchstaben, so machst du es den Hackern und ihren automatischen Hack-Programmen leicht, dein Kennwort zu knacken. Das Gleiche gilt übrigens auch für Ziffern. Diese Kombinationen aus gleichartigen Zeichen lassen sich schneller entschlüsseln als eine Kombination aus unterschiedlichen Zeichen. Verwende daher also immer ein Passwort, das aus einer Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen besteht.

3. Oma Else, Findus oder 12091976

Verwende keine Namen, Bezeichnungen oder Daten, die in irgendeiner Weise auf dich zurückzuführen sind. Namen, auch die deines Haustieres, Geburtsdaten und ähnliches gehören nicht in ein sicheres Passwort. Die beste Strategie bei der Passworterstellung ist die, keines zu wählen, das in irgendeiner Weise logisch oder genauso im Wörterbuch zu finden ist. Lass deiner Fantasie freien Lauf.

4. Beliebte Muster

123456, ghjkl oder 159357 sind Muster auf Tastaturen, über die wir uns keinen einzigen Gedanken machen müssen. Und da liegt auch schon das Problem. Diese Muster sind zu simpel, vor allem für automatische Ausleseprogramme, die darauf programmiert sind, bestimmte Muster abzufragen. Variation ist also gefragt!

5. Gut gemeint, aber trotzdem nicht genug

Wer glaubt, ein Sonderzeichen oder eine Ziffer an einem ansonsten “unsicheren” Passwort (Muster, Buchstaben derselben Art, nur Ziffern, etc.) anzuhängen und dadurch die Sicherheit zu erhöhen, der irrt. Ein einzelnes Zeichen und dann auch noch zu Beginn oder am Ende ist nicht ausgefeilt genug. Verwende mehr davon und dann auch innerhalb des Passworts.

6. Passwörter auf einem Zettelchen am PC aufbewahren

Oh oh oh, das lass mal lieber! Wenn du deine Passwörter so offen herumliegen lässt, müssen Fremde sich nicht mal die Mühe machen, um an dein Passwort und somit an dein Bankkonto, deinen E-Mail-Account oder Sonstiges zu gelangen. Speicherst du Kennwörter unverschlüsselt auf deinem Rechner, können Computerviren deine Daten ausspähen, kopieren und anschließend missbrauchen. Passwörter sammelst du, wenn es unbedingt sein muss, in verschlüsselten Dateien auf einem gut versteckten Blatt Papier oder mithilfe eines Passwort-Verwaltungsprogramms. Eine weitere Alternative ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung.

7. Das Passwort muss man sich merken können

Hm...besser nicht. Alles, was du dir leicht merken kannst, ist kein gutes und sicheres Passwort. Ein guter Trick ist, sich einen Satz auszudenken und von diesem immer nur den ersten Buchstaben bzw. die erste Ziffer zu nehmen. Ersetze dann noch das “u” vom Wort “und” in ein “&” und schon hast du ein sicheres Passwort, das so schnell niemand entschlüsselt.

8. Jahrelang das gleiche Kennwort verwenden

Hast du dir einmal das Kennwort gemerkt, dann kommt es dir nicht mehr in den Sinn, es zu ändern. Sicherheit schaffst du dadurch allerdings nicht. Also, am besten stellst du dir eine Erinnerung, dass du deine Passwörter in regelmäßigen Abständen änderst.

9. Es wird ein Passwort für alle Accounts benutzt

Das ist wohl einer der größten Fehler, den du begehen kannst. Hat einmal jemand dein Kennwort herausgefunden, so kann er es bei allen deinen anderen Konten im Internet anwenden. Daher gilt: Für jeden einzelnen Zugang ein anderes Passwort generieren.

10. Passwörter per E-Mail versenden

E-Mails werden üblicherweise unverschlüsselt versendet. Das bedeutet, dass Dritte den Inhalt deiner Mails mitlesen können, während sie durch das Internet reisen. Was viele nicht wissen: Nicht nur echte Briefe können auf dem Postweg verloren gehen. Tatsächlich gehen auch Mails schon mal auf dem Versandweg verloren oder werden herausgefiltert. Um dieses Risiko nicht einzugehen, sollten Passwörter grundsätzlich nicht per Mail versendet werden.

Du möchtest dich endlich durch richtig gute Passwörter schützen? Dann gibt es neben unseren Tipps noch tollen Expertenrat von den O2-Gurus. Chatte mit ihnen und schau dir die hilfreichen Videos an und sichere ab heute deine Daten gegen Kriminelle im Netz….

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